Diese drei stehen stellvertretend für die fast 600 Bäuerinnen und Bauern im Landkreis Heidenheim: Familie Jennewein aus Ochsenberg, Karin Wiedenmann-Riek aus Nattheim sowie Annette und Thomas Haide aus Sontheim/Brenz. Sie beantworten die drei folgenden Fragen: Was wünschen Sie sich für Ihre Tiere, Ihre Pflanzen, den Boden und Ihren Hof? Was wünschen Sie den Kindern? Was wünschen Sie sich persönlich?

Annette und Thomas Haide, Bauernhof mit Milchkühen und „Eisgenuss im Brenztal“ in Sontheim

Annette und Thomas Haide.
Annette und Thomas Haide.
© Foto: privat

Sie wünschen sich für ihren Bauernhof: „Viel Leben im Boden für ein gutes Wachstum der Pflanzen, dazu Gesundheit für Tiere und Menschen auf dem Hof.“

Für die Kinder: „Dass alle Kinder die Landwirtschaft erleben können, wie sie wirklich ist. Denn oft ist die die Landwirtschaft in Schulbüchern und in den Medien eher ein Bild, wie es vielleicht früher mal war, aber nicht, wie es heute ist.“

Für sich selbst: „Dass die Landwirtinnen und Landwirte nicht in eine Schublade gesteckt werden, die nicht passt, und dass sie akzeptiert und geschätzt werden für das, was sie tun!“

Familie Haide hat 40 Kühe. Aus einem Teil der Milch stellen Annette und Thomas Haide mehr als 20 verschiedene Sorten selbst gemachtes Eis her.

Familie Jennewein vom Biolandhof Jennewein in Ochsenberg

Ameli und Julius – ihre Eltern Nadine und Björn Jennewein haben einen Bio-Bauernhof in Ochsenberg.
Ameli und Julius – ihre Eltern Nadine und Björn Jennewein haben einen Bio-Bauernhof in Ochsenberg.
© Foto: privat

Die Familie wünscht sich für ihren Bauernhof: „Wir wünschen uns, dass Eltern mit ihren Kindern wieder beim Bauern vor Ort einkaufen, damit die Kinder den Boden, die Pflanzen und die Tiere im Jahreslauf erleben können.“

Für die Kinder: „Wir wünschen jedem Kind einen Spielplatz in der Natur, wo es das Leben mit den Händen und mit dem Kopf begreifen kann.“

Für sich selbst: „Wir wünschen uns in jedem Dorf einen Bauernhof, der die Menschen mit saisonalen und gesunden Lebensmitteln versorgen kann.“

Das Bild zeigt Ameli und Julius – ihre Eltern Nadine und Björn Jennewein haben einen Bio-Bauernhof mit Gemüse, mit Hühnern, Ziegen und Schweinen. Sie bewirtschaften den Hof als „Solidarische Landwirtschaft – SoLawi“. Das heißt: Man kann dort mit einer Hühner-Aktie regelmäßig eine bestimmte Anzahl Eier bekommen.

Karin Wiedenmann-Riek von der Schäferei Wiedenmann in Nattheim

Karin Wiedenmann-Riek wünscht sich für ihren Hof und ihre Schafe: „Ausreichend Regen!“

Für die Kinder: „Viele Lebensmittel aus ihrer Umgebung und aus Deutschland für ihre Zukunft.“

Für sich selbst: „Dass mehr Menschen den Beruf des Landwirts und des Schäfers gut und wichtig finden. Wir arbeiten bei Wind und Wetter für unsere Tiere an sieben Tagen in der Woche an 365 Tagen im Jahr. Das Schaffleisch, das unsere Schafe liefern, ist ein wertvolles und leckeres Lebensmittel.“

Die etwa 1400 Schafe der Rassen Merino und Cerolai weiden zusammen mit einigen Ziegen auf den Wiesen und Wacholderheiden rund um Heidenheim.