Heidenheim / Erwin Bachmann Während einer Einsatzfahrt der Heidenheimer Feuerwehr ist es am Mittwoch auf der B 19 zwischen Heidenheim und Schnaitheim zu einem Verkehrsunfall gekommen. Der Schaden ist beträchtlich.

Auslöser war ein kurz vor 13 Uhr durch einen technischen  Defekt ausgelöster Melderalarm bei der Firma CWS-Boco in der Königsbronner Straße. Neben zwei Löschzügen der Schnaitheimer Wehr rückte auch die in Heidenheim stationierte Drehleiter in Richtung Aufhausen aus. Als der 58-jährige Lenker des Einsatzfahrzeuges auf der Würzburger Straße die bei der IHK gelegene Kreuzung überqueren wollte und sich, unterstützt von Blaulicht und Martinshorn, nach Angaben der Polizei vorsichtig vortastete, prallte das Feuerwehrauto mit einem von seitwärts kommenden Pkw zusammen. Die 22jährige Fahrerin des Skoda war bei Grün auf der Ludwig-Erhard-Straße unterwegs und hatte das Einsatzfahrzeug nicht bemerkt.

Bei der Kollision zog sich die junge Frau leichtere Verletzungen zu, die im Klinikum Heidenheim behandelt werden mussten. An beiden beteiligten Fahrzeugen entstand ein Sachschaden, der ersten Schätzungen zufolge zwischen 40 000 und 50 000 Euro liegt. Die große Drehleiter der Heidenheimer Feuerwehr wurde bei dem Geschehen derart in Mitleidenschaft gezogen, dass sie nach Angaben von Kommandant Rainer Spahr mit Sicherheit über einen längeren Zeitraum außer Dienst gestellt sein wird. Im Falle eines Falls muss das Einsatzgeschehen in nächster Zeit jetzt mit einem in Schnaitheim stationierten Spezialfahrzeug abgedeckt werden.

Die letzten größeren Verkehrsunfälle in Heidenheim, an denen Feuerwehrfahrzeuge beteiligt waren, liegen schon länger zurück. Vor etwa fünf Jahren hatte es ein Kleinfahrzeug zwischen Heidenheim und Nattheim erwischt, und Ende der 1990-er Jahre war ein Tanklöschfahrzeug der Mergelstetter Abteilung bei einer Übung in der Kanalstraße verunglückt und musste ausgemustert werden.