Oggenhausen / Holger Scheerer Bei der jüngsten Ortschaftsratsitzung wurde Stefanie Pohl verabschiedet. Wegen der Verzögerungen an der Baustelle entfällt die Seniorenfeier im Frühjahr.

Im Mittelpunkt der Ortschaftsratssitzung in Oggenhausen stand am Dienstagabend die Verabschiedung der langjährigen Ortschaftsrätin und stellvertretenden Ortsvorsteherin Stefanie Pohl. Als ihr Nachfolger wurde Michael Plichta vereidigt. Plichta war bei der letzten Wahl im Mai 2014 für die Liste der Aktionsgemeinschaft Oggenhausener Bürger ins Rennen gegangen und hatte 305 Stimmen erhalten. Dieses Ergebnis machte ihn nun automatisch zum Ersatzkandidaten für Pohl, die wegzieht von Oggenhausen und somit aus dem Ortschaftsrat ausscheidet. Die bisherige zweite stellvertretende Ortsvorsteherin Susanne Schlierer rückt somit automatisch zur ersten und einzigen Stellvertreterin auf.

Auf vielen Feldern aktiv

Ortsvorsteher Jörg Maierhofer ließ einige Höhepunkte der Oggenhausener Lokalpolitik der letzten viereinhalb Jahre Revue passieren, in denen Pohl dem Gremium angehört hat. Mit Bedauern stellte er fest, dass Pohl am 1. Februar die Gemeinde verlassen und ihrem Ehemann nachfolgend nach Gernsheim in Hessen gezogen ist. Im Juni 2012 war die Ortschaftsrätin und erste Stellvertreterin Maierhofers von Berlin aus nach Oggenhausen zurückgekommen. Sogleich habe sich die vorbildliche Neubürgerin im Ort ehrenamtlich eingebracht.

Neben dem Ortschaftsrat war sie auch im Elternbeirat des Kindergartens, der Feuerwehr und im Sängerbund aktiv. Vor einem Jahr hatte sie den Vorsitz im Musikverein Frohsinn übernommen. Maierhofer fand für die Würdigung des Engagements der ausscheidenden Ortschaftsrätin sehr persönliche Worte: „Steffi stand immer bereit, wenn ich einen Rat brauchte und hat mich wenn immer nötig auch gerne und gut vertreten. Wir konnten uns glücklich schätzen, dass wir sie in unseren Reihen hatten.“ Für ihr Engagement wurde Pohl zudem mit der Silbermünze der Stadt Heidenheim ausgezeichnet, die ihr Maierhofer im Namen von Oberbürgermeister Bernhard Ilg bei der Hauptversammlung des Musikvereins am kommenden Sonntag überreichen will.

Den Pflegebericht für das Jahr 2018 stellte die rund zehn Mann starke Truppe um Willi Bauer vor, die sich um die Instandhaltung des Holzweges kümmert. Rund 140 Arbeitsstunden wurden geleistet. Unter anderem wurden Infotafeln erneuert, Hackschnitzel am Hochstuhl und Klettergerüst nachgelegt und kleinere Schäden an den Stationen behoben.

Farbgestaltung noch offen

Einen Dämpfer bekamen die Oggenhausener bei der Sanierung ihrer Turnhalle verpasst. In Absprache mit der zuständigen städtischen Architektin fand man heraus, dass der bisherige Termin für den Abschluss der Arbeiten nicht zu halten ist. Vom Ende der Osterferien verschiebt sich das Ganze nun voraussichtlich bis zum 19. Juni. Damit fällt auch die für den Mai geplante Seniorenfeier ins Wasser. Diese wird vermutlich in Richtung Herbst verschoben werden müssen. Die beiden Hauptpunkte bei der Sanierung der Turnhalle sind die Erneuerung des Bodenbelages, sowie das Anbringen eines Aufprallschutzes in Form von 2,30 Meter hohen Prellwänden an den Innenseiten. Noch nicht ganz einig ist man sich jedoch bezüglich der Farbgestaltung geworden. Hier soll eine Besichtigungstour des Ortschaftsrates in einige umliegende Turnhallen Abhilfe schaffen.