Heidenheim / Silja Kummer Heidenheims chinesische Partnerstadt meldet 95 Verdachtsfälle und einen Toten – Voith hat alle Geschäftsreisen von und nach China untersagt.

Die chinesische Stadt Qianjiang, mit der Heidenheim eine Freundschaft pflegt, liegt in der Provinz Hubei, rund 150 Kilometer von Wuhan entfernt, wo sich Anfang Dezember die ersten Patienten mit dem Coronavirus angesteckt haben. Auf Nachfrage der Stadt Heidenheim teilte das dortige Rathaus mit, dass es in Qianjiang bereits einen Todesfall aufgrund der Viruserkrankung gegeben habe. Insgesamt seien 95 Verdachtsfälle aufgetreten, sieben Fälle seien bestätigt.

Anteilnahme von OB Ilg

Der Heidenheimer Oberbürgermeister Bernhard Ilg hat daraufhin in einer Mail gegenüber Qianjiangs Oberbürgermeister Gong Dingrong und Parteisekretär Wu Zuyun seine Teilnahme bekundet. „Im Namen der Stadt Heidenheim sende ich unsere besten Wünsche in dieser herausfordernden Situation“, so OB Ilg. Er hoffe, dass es bald gelinge, das Virus zu isolieren und größeren Schaden sowie weitere Todesfälle zu verhindern.

Vorsichtsmaßnahmen für Mitarbeiter

Auch bei der Firma Voith, die zahlreiche Geschäftsbeziehungen nach China unterhält und eine Niederlassung in Shanghai hat, beschäftigt man sich mit der Erkrankung. Da nach Einschätzung der WHO das Risiko einer Ansteckung mittlerweile als hoch einzustufen sei, habe das Unternehmen Voith alle Geschäftsreisen von und nach China bis auf Weiteres untersagt. Nur im Ausnahmefall sei die Reise nach China noch möglich. „Darüber hinaus wurden verschiedene Vorsichtsmaßnahmen für die Voith-Mitarbeiter in China getroffen sowie die Möglichkeiten für Mitarbeiter-Rückfragen zu diesem Thema intensiviert“, teilt die Voith-Pressestelle mit.

Voith werde die Situation weiterhin sehr genau beobachten, um gegebenenfalls Maßnahmen an die jeweilige Entwicklung anzupassen und weitere Maßnahmen einzuleiten. „Ein Team von Voith-Experten steht diesbezüglich in konstantem Austausch mit den weltweit führenden Gesundheitsinstitutionen wie dem Robert-Koch-Institut oder der WHO sowie den lokalen Behörden“, so das Unternehmen.

Reisenden empfiehlt das Landesgesundheitsamt, wenn sie bis 14 Tage nach ihrer Rückkehr aus der Provinz Hubei Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, unter Hinweis auf den Aufenthalt in der Provinz Hubei telefonisch Kontakt zu ihrem Hausarzt oder dem kassenärztlichen Notdienst aufzunehmen. „Erkrankte sollten aus Vorsichtsgründen die Kontakte zu Mitmenschen so weit wie möglich einschränken“, erklärte Dr. Karlin Stark, die Leiterin des baden-württembergischen Landesgesundheitsamtes.

Heidenheimer besuchen China: So leben die Menschen in Qianjiang

Seit 20 Jahren besteht Heidenheims Beziehung zu Qianjiang, das wurde jetzt in China gefeiert. Abseits des Festakts bot sich der Delegation Gelegenheit, Einblicke in den langen Weg Qianjiangs in die Zukunft zu nehmen. HZ-Redakteur Arthur Penk war dabei.

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