Baden-Württemberg / kats Was kann man tun, wenn die Coronafälle plötzlich wieder steigen und sich das Infektionsgeschehen nicht mehr kontrollieren lässt? Wie sich das Land Baden-Württemberg auf eine mögliche zweite Infektionswelle vorbereitet.

Das Land Baden-Württemberg bereitet sich auf eine mögliche zweite Corona-Welle vor: Wenn sich im Herbst und im Winter wieder mehr Menschen in Innenräumen aufhalten und Grippe- und Erkältungskrankheiten ohnehin vermehrt auftreten, könnte es wieder zu steigenden Fallzahlen kommen.

Das baden-württembergische Sozialministerium wird daher eine Arbeitsgruppe einrichten, die Vorbereitungen treffen soll, wie eine mögliche zweite Welle eingedämmt werden kann.

Welche Maßnahmen haben bisher gewirkt?

Die Arbeitsgruppe soll klären, welche der bisher getroffenen Maßnahmen – wie etwa die Maskenpflicht und der Lockdown – Wirkung bei der Eindämmung des Virus gezeigt haben und welche Schlüsse daraus für den Fall eine zweiten Infektionswelle gezogen werden können.

Corona-Entwicklung im Landkreis Heidenheim Woher die neuen Infektionsfälle kommen

Offizielle hatte der Landkreis Heidenheim vor einigen Tagen keinen einzigen bekannten Covid-19-Infektionsfall mehr. Jetzt gibt es wieder neue Fälle. Woher kommen die?

Nahezu täglich verändert sich die Zahl der vom Landratsamt bestätigten Coronavirus-Infektionen im Kreis Heidenheim. Hier der aktuelle Stand, die Entwicklung der Gesamtzahl sowie die Aufschlüsselung nach Gemeinden:

Außerdem sollen in der Arbeitsgruppe Pläne erarbeitet werden, was im Falle eines nicht mehr kontrollierbaren Infektionsgeschehens passieren soll – wenn etwa die Zahl der Neuinfektionen sprunghaft ansteigen sollte, die Infektionsketten nicht rechtzeitig zurück verfolgt werden können und sich das Coronavirus weiter verbreitet. Die Arbeitsgruppe soll festlegen, welche Maßnahmen die Landesregierung dann ergreifen soll mit dem Fokus darauf, dass diese möglichst breite Akzeptanz in der Bevölkerung finden.

In der Arbeitsgruppe sollen alle Ministerien sowie die kommunalen Landesverbände vertreten sein.

Jede Woche beantwortet HZ-Redaktionsleiter Thomas Zeller Fragen von Lesern rund um das Coronavirus gemeinsam mit einem Experten des Heidenheimer Klinikums, Chefarzt Dr. Martin Grünewald. Dieses Mal wollten Leser wissen, ob wir zurzeit zu viel Desinfektionsmittel verwenden und dadurch Resistenzen bei anderen Erregern entstehen können. Außerdem gehen wir der Frage nach, ob Schnupfen ein Covid-19-Symptom sein kann.

Ein Virus hält die Welt in Atem. Auch im Kreis Heidenheim waren und sind die Auswirkungen von Covid-19 zu spüren. Ein Überblick über die bisherigen Ereignisse – vom ersten Corona-Fall in Heidenheim im März 2020 bis heute.