Corona, Corona und dann gleich nochmal Corona - ob in Kneipen, bei Geburtstagen, im Zug und Bus, im Büro: Der neuartige Virustyp, der seinen Ursprung offenbar in China hatte, ist auch an der Brenz und auf der Alb das Gesprächstthema Nummer eins.

Flüchtlingsnot vor den Grenzen Griechenlands? Redet kaum jemand davon. Wichtiger scheint da schon, wo es derzeit noch Klopapier zu einem annehmbaren Preis zu erstehen gibt.

Das spiegelt sich natürlich auch in der Berichterstattung in den Medien wider. Auch bei uns, in der lokalen Print-Ausgabe und den Online-Plattformen der HZ.

Für unsere Berichterstattung über das Virus und die Folgen haben wir in den vergangenen Tagen nicht nur Zuspruch, sondern auch Kritik einstecken müssen. „Alles nur Panikmache“, „Alles total aufgebauscht“ oder „Der einzige Virus sind die Medien“ mussten wir etwa in Kommentarspalten auf Veröffentlichungen von uns in sogenannten sozialen Medien lesen.

Wie wird berichtet?

Natürlich diskutieren wir in der Redaktion darüber, in welcher Form wir über die Situation, die durchaus außergewöhnlich ist, berichten sollen.

Eines ist für uns klar: Nicht zu berichten geht nicht. Warum? Weil wir, wie bei jedem anderen Thema auch, unsere Leser mit Informationen versorgen wollen. Gibt es eine Pressekonferenz des Landrats, der über Neu-Infektionen berichtet, nehmen wir selbstverständlich teil, verfassen einen Artikel für die Zeitung und fertigen beispielsweise ein Video für hz.de an – mit dem Anspruch, sachlich, informativ und unaufgeregt zu bleiben.

Geht das schon zu weit? Wir meinen: nein. Was wäre denn die Alternative? Wenn wir nicht berichten würden, wäre sicher ein Shit-Storm programmiert. Und der hätte dann auch seine Berechtigung.

Alle Infos rund um das Coronavirus in Heidenheim und der Region gibt es hier.