Angesichts der Urlaubssaison appelliert Landrat Peter Polta an die Verantwortung aller, Reisen in Risikogebiete zu vermeiden. Er empfiehlt, sich rechtzeitig vor der Reise über die aktuelle Corona-Situation am Reiseziel zu informieren – insbesondere, ob das Reiseziel unter die vom Robert-Koch-Institut (RKI) ausgewiesenen Risikogebiete fällt. Diese sind auf der Webseite des RKI zu finden.

„Die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden. In zahlreichen Ländern und Regionen breitet sich das Coronavirus erneut aus. Auch bei uns in Deutschland steigen die Zahlen wieder an. Daher ist es weiterhin wichtig, vorsichtig zu sein und die Hygiene- und Abstandsregelungen einzuhalten“, appelliert der Landrat an die Bevölkerung. „Nur dem bisherigen besonnenen Handeln der Bevölkerung war es zu verdanken, dass die Herausforderungen gut bewältigt werden konnten. In der gegenwärtigen Phase ist es wichtig, nicht leichtsinnig zu werden, denn das Coronavirus hat keinesfalls den Rückzug angetreten“, betont Landrat Polta.

Das gilt bei der Einreise aus Risikogebieten

Wer dennoch in ein Risikogebiet fährt, müsse nach der Rückkehr nach Deutschland gemäß der geltenden Corona-Verordnung „Einreise-Quarantäne“ unverzüglich in häusliche Isolation. Dies bedeute, dass Urlauber auf direktem Weg nach Hause fahren und sich direkt nach ihrer Rückkehr in 14 Tage andauernde Quarantäne begeben müssten. Darüber hinaus müssten sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten unverzüglich bei der Ortspolizeibehörde (Ordnungsamt des Rathauses) am Wohnort melden. Bei Verstößen gegen diese Auflagen drohen Bußgelder bis zu 10 000 Euro. Diese Regelungen gelten auch, wenn der Urlaubsort erst während der Reise zum Risikogebiet erklärt wird.

Corona-Test am Urlaubsort verhindert Quarantäne

Die 14-tägige häusliche Isolation ist unter anderem vermeidbar, indem bereits am Urlaubsort ein Corona-Test und ein ärztliches Attest in deutscher oder englischer Sprache erstellt wird, das der jeweilige Reiserückkehrer dem Ordnungsamt vorzulegen hat. Ist der Test negativ und liegen keine Covid-19-Symptome vor, endet die Quarantäneverpflichtung. Der Corona-Test darf dabei frühestens 48 Stunden vor Wiedereinreise nach Deutschland gemacht und von einem zertifizierten Labor ausgewertet worden sein.

Wo im Landkreis die Corona-Tests möglich sind

Auch im Landkreis ist eine Testung und Untersuchung durch einen niedergelassenen Arzt möglich. Hierzu dürfe die Quarantäne unterbrochen werden, wenn man sich auf direktem Weg und ohne Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arzt begibt, teilt das Landratsamt mit.

Keinesfalls sollte man unangemeldet in die Arztpraxen gehen. Bei grippeartigen Krankheitssymptomen sollte telefonisch Kontakt zum Hausarzt oder dem diensthabenden Arzt über die Tel. 116117 aufgenommen werden. Außerdem sei die Corona-Ambulanz auf dem Gelände des Klinikums Heidenheim weiterhin Anlaufstelle für Patienten mit grippeartigen Symptomen außerhalb der Sprechzeiten der Hausärzte. Weitere Informationen sind auf der Corona-Webseite des Landkreises Heidenheim www.info-corona-lrahdh.de erhältlich.