Nach intensivem Austausch mit Gärtnereien und Blumengeschäften im Landkreis Heidenheim fordert Andreas Stoch, Landtagsabgeordneter und Fraktions- und Landeschef der SPD, in einem Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann eine schnellstmögliche Öffnung der Branche, erst Recht im Landkreis Heidenheim mit seinen niedrigen Inzidenzzahlen.

„In der Hoffnung, im Frühjahr wieder öffnen zu können, haben viele Gärtner und Floristen mit hohem Aufwand riesige Mengen an Gemüse- und Zierpflanzen herangezogen, die nun unbedingt in den Verkauf gebracht werden müssen“, so Stoch. Anders als andere Waren könne man lebende Pflanzen nicht einlagern, sie müssten vernichtet werden: „Das wäre nicht nur ein enormer Verlust, sondern auch aus ökologischen Gesichtspunkten nicht vertretbar“, so Stoch an die Adresse des grünen Ministerpräsidenten.

Verkauf im Freien

Blumenhändler und Gärtnereien müsse schnellstmöglich zumindest der Abverkauf in Verkaufsständen im Freien erlaubt werden. „Der Ansicht sind auch unsere Kommunen“, sagt Stoch. Aber auf eigene Faust könne ein Bürgermeister oder Oberbürgermeister das gar nicht verfügen. „Die Gefahr durch die Mutationen müssen wir klar im Auge behalten“, so Stoch. „Aber im Kreis Heidenheim haben wir eine Inzidenz gut unter 50, die Covid-Station im Klinikum ist geschlossen. Und es kann doch nicht sein, dass Supermärkte und Discounter nahezu uneingeschränkt und ohne Kontrolle der vorgeschriebenen Maßnahmen öffnen dürfen, während unsere kleinen und mittelständischen Betriebe geschlossen bleiben müssen“.

Seit Jahresbeginn fordern Stoch und die SPD-Fraktion im Landtag klare und nachvollziehbare Regelungen entsprechend der Inzidenzlage. „Und das heißt eben nicht nur Schließung bei hohen Zahlen, sondern bei niedrigen Zahlen eben auch Öffnungen“, so der Politiker.