Wer sich mit dem Coronavirus infiziert, muss in Baden-Württemberg ab diesem Dienstag nur noch für fünf Tage in Isolation. Die Quarantäne für enge Kontaktpersonen entfällt zudem vollständig, wie das Sozialministerium in Stuttgart am Montag mitteilte. Die neue Regelung trete am 3. Mai in Kraft.

Der Grund: Die Infektionen mit der Omikron-Variante verlaufen bei den meisten Betroffenen weniger schwer und auch die Situation in den Krankenhäusern in Baden-Württemberg habe sich entspannt, so Gesundheitsminister Lucha: „Wir gehen nach derzeitigem Stand deshalb weiter von einem langsamen, aber kontinuierlichen Rückgang der Infektionen aus. Es besteht die Hoffnung, dass wir in den Frühlings- und Sommermonaten weniger Einschränkungen durch das Virus hinnehmen müssen. Klar sagen möchte ich aber heute schon: Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei.“

Symptomfrei nach fünf Tagen aus der Isolation

Auch ein Test zum Ende der Isolation sei nicht mehr vorgeschrieben, hieß es. Statt wie bisher nach zehn Tagen oder nach sieben Tagen bei einem negativen Corona-Test, endet die Isolation nun bereits nach fünf Tagen ganz ohne Freitesten - sofern die betroffene Person seit 48 Stunden symptomfrei ist.

Wer nach fünf Tagen weiterhin Symptome einer Corona-Erkrankung hat (etwa Schnupfen, Husten oder Fieber), muss weiterhin in Isolation bleiben - bis maximal zehn Tage verstrichen sind.

Anders ist es bei Beschäftigten in Kliniken und Heimen. Sie müssen sich weiter testen, wenn sie nach ihrer Isolation wieder zur Arbeit möchten.

Pflicht zur Isolation bei Corona-Infizierten besteht weiterhin

Das Ministerium wies darauf hin, dass weiterhin jeder mit einem positiven Testergebnis – ob PCR- oder Schnelltest – behördlich verpflichtet sei, in Isolation zu gehen. Wer nach fünf Tagen für mindestens 48 Stunden ohne Symptome ist, darf die Isolation beenden. Bislang waren es zehn Tage – ein Freitesten war frühestens nach sieben Tagen möglich.

Die Entscheidung folgt einer Schalte der Gesundheitsminister von Bund und Ländern in der vorigen Woche, in der sich die Minister auf eine einheitliche Verkürzung der Isolation verständigt hatten.

Anders als nun in Baden-Württemberg beschlossen, spricht sich das Robert Koch-Institut (RKI) auch künftig für einen „dringend empfohlenen“ negativen Test zum Abschluss der Isolation aus. Das sehen neue Leitlinien vor, die das RKI nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Montagabend veröffentlichen sollte.

Landkreis Heidenheim