Nach Ostern sollen auch Hausärzte flächendeckend in die Impfkampagne gegen das Coronavirus einsteigen, so das Land Baden-Württemberg. Viele Praxen in zahlreichen Stadt- und Landkreisen nahmen dazu an einem Pilotprojekt teil, bei dem Patienten über 80 aus der ersten Priorisierungsstufe geimpft wurden.

Weil dieses Projekt erfolgreich war, sollen nun landesweit Hausärzte ihre Patienten in den Praxen gegen Corona impfen können.

Wann gehen die Impfungen in den Arztpraxen los?

Eigentlich sollten die Hausärzte direkt nach Ostern mit den Impfungen beginnen, doch aufgrund der Feiertage verzögerte sich die Auslieferung des Impfstoffs, so die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg. Die ersten Impfungen in Arztpraxen sollen nun am Donnerstag, 8. April, stattfinden.

Wie kommt man an einen Termin für eine Impfung beim Hausarzt?

Die Hausärzte und Praxen werden selbst auf die impfberechtigten Patienten zugehen und diesen einen Termin für einen Corona-Impfung anbieten.

Eine Kontaktaufnahme seitens der Patienten ist daher nicht notwendig.

Wer bekommt einen Termin für eine Impfung beim Hausarzt?

Zu Beginn sind die Arztpraxen aufgefordert, schwerpunktmäßig immobile Patienten in der eigenen Häuslichkeit sowie Personen mit Vorerkrankungen zu impfen, so die Kassenärztliche Vereinigung. Angesichts der limitierten Anzahl an Impfdosen sei bei den Patienten vorerst noch Geduld gefragt.

Wie läuft die Impfung in den Praxen ab?

Die besten Erfahrungen beim Pilotprojekt machten laut der Mitteilung des Landes die Praxen, die eine eigene Impfsprechstunde angeboten haben und so die Impfungen konzentriert und damit vergleichbar zu den Impfzentren durchführen konnten. Weil der Umhang mit Corona-Impfstoffen anspruchsvoller ist als mit anderen Impfstoffen, ist die Bündelung der Impfungen auf einige Wochentage sinnvoll, heißt es weiter.

Wie viel Impfstoff bekommen die Hausärzte?

Weil es derzeit noch an Impfstoff mangelt, sollen den Hausarztpraxen nach Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz zu Beginn pro Woche etwa 20 Impfdosen zur Verfügung stehen. Hausärzte bestellen ihren Bedarf selbst über das System der Regelversorgung.

Ob eine Hausarztpraxis überhaupt Corona-Impfstoff bestellt, bleibt jeweils der Praxis selbst überlassen. Nach den Erfahrungen im Pilotprojekt und den Rückmeldungen aus anderen niedergelassenen Praxen ist laut der Mitteilung des Landes Baden-Württemberg davon auszugehen, dass die Bereitschaft der niedergelassenen Praxen sehr hoch ist, sich an den Corona-Impfungen zu beteiligen.

Welcher Impfstoff wird in den Arztpraxen verimpft?

In den ersten beiden Aprilwochen sollen die Hausarztpraxen den Corona-Impfstoff von Biontech erhalten. Ab Mitte April wird der Impfstoff von Astrazeneca an die Hausarztpraxen geliefert.

Weitere Informationen rund um die Corona-Impfungen in Hausarztpraxen gibt es auf der Seite des Landes Baden-Württemberg.

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Heidenheim