Das Heidenheimer Gesundheitsamt bekommt weiterhin alle positiven PCR-Tests übermittelt und verfolgt den Verlauf im Landkreis Heidenheim, schreitet bei Ausbrüchen jedoch nicht mehr standardmäßig ein. Seit November 2021 würden die Kontaktpersonen nicht mehr verfolgt.

Dabei hatte der Landkreis Heidenheim davor eine Sondersituation: In den vergangenen zweieinhalb Jahren haben Mitarbeiter des Gesundheitsamts laut Bauer rund 40.000 Abstriche und PCR-Tests gemacht in Pflegeheimen, an Schulen oder bei den Betroffenen zu Hause. „Das gibt es sonst nirgends.“ Grund für dieses besondere Vorgehen war: „Wir wollten es für die Bürger so praktikabel wie möglich gestalten.“

Eigenverantwortung statt Kontrolle

Jetzt allerdings sei man in einem Stadium, in dem die Eigenverantwortung wichtig sei. Das Gesundheitsamt stehe jetzt beratend zur Seite, mache aber keine Abstriche mehr. Das gelte auch für den Herbst, für den wieder steigende Fallzahlen erwartet werden.

Bauers Einschätzung: Der Sommergipfel ist überwunden, doch die Zahlen werden wieder ansteigen. Denn bald kämen die Urlauber zurück und damit gehe eine höhere Ansteckung einher. Zugleich starte man diesmal auf einem höheren Niveau als in den Jahren zuvor. Anfang der Woche lag die Inzidenz im Landkreis Heidenheim laut Landesgesundheitsamt bei 192, vor einem Jahr war sie Anfang August einstellig.

Landkreis Heidenheim