Das Land hat die Antragsfrist zur Stabilisierungshilfe Corona für das Hotel- und Gastgewerbe bis zum 15. Dezember 2020 verlängert. Unternehmen, die mindestens 30 Prozent ihres Umsatzes mit einer Tätigkeit im Hotel- oder Gaststättenwesen erwirtschaften, können für einen bis zu dreimonatigen Förderzeitraum zwischen dem 1. Mai und dem 31. Dezember 2020 unterstützt werden. Der Zuschuss ist eine Einmalzahlung, die sich an der Betriebsgröße und dem Liquiditätsengpass im Betrieb orientiert.

Auch Tilgungszuschuss wurde verlängert

Unternehmen und Selbständige aus den Wirtschaftsbereichen der Schausteller und Marktkaufleute, der Veranstaltungs- und Eventbranche sowie des Taxigewerbes können den Tilgungszuschuss Corona nun ebenfalls bis zum 15. Dezember beantragen. Mit dem Tilgungszuschuss werden einmalig 40 Prozent der Jahrestilgungsrate für Kredite, die vor dem 11. März 2020 abgeschlossen wurden bezuschusst.

Anträge online hochladen

Für beide Hilfsprogramme müssen die Anträge online hochgeladen werden. Anschließend werden diese von der IHK Ostwürttemberg auf Vollständigkeit sowie Korrektheit geprüft und zur Auszahlung an die L-Bank weitergeleitet.

Voraussichtlich ab 25. November startet die sogenannte Novemberhilfe mit einem Umfang von mehr als 10 Milliarden Euro. Sie bietet eine zentrale Unterstützung für Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine sowie Einrichtungen, die von den temporären Schließungen betroffen sind. Antragsberechtigt sind solche Unternehmen, die aufgrund des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Auch Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungsstätten werden als direkt betroffene Unternehmen angesehen.

Hilfe auch für indirekt betroffene Unternehmen

Antragsberechtigt sind auch indirekt betroffene Unternehmen. Dazu zählen Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen, zum Beispiel eine Wäscherei, die vorwiegend für Hotels arbeitet, die von der Schließungsanordnung direkt betroffen sind.

Soloselbständige erhalten eine Abschlagszahlung von bis zu 5000 Euro; andere Unternehmen erhalten bis zu 10 000 Euro. Die Antragstellung und Auszahlung erfolgt elektronisch über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Anträge ab 25. November stellen

Die Antragstellung startet voraussichtlich am 25. November. Erste Auszahlungen der Abschlagszahlungen sollen ab Ende November erfolgen. Die Antragstellung erfolgt einfach und unbürokratisch. Um Missbrauch vorzubeugen werden Maßnahmen zur Sicherstellung der Identität des Antragstellers vorgesehen. Das Verfahren der regulären Auszahlung der Novemberhilfen wird parallel vorbereitet und finalisiert, damit es unmittelbar im Anschluss an die Abschlagszahlungen gestartet werden kann.

Details zur Überbrückungshilfe III, welche von Januar bis Juni 2021 zur Verfügung steht, werden aktuell geklärt. Dazu gehört dann auch die sogenannte „Neustarthilfe für Soloselbständige“. Informationen zu den Corona-Hilfsprogrammen gibt es unter www.ostwuerttemberg.ihk.de oder unter Tel. 07321/324-0.