Vor zwei Jahren wurde Heidenheim zur Modellregion für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE). Dabei ist hier eine Bildung gemeint, die Menschen befähigt, die Zukunft in einer globalisierten Welt aktiv, eigenverantwortlich und verantwortungsbewusst zu gestalten. Fünf Heidenheimer Schulen befassten sich seither damit, wie das Thema Nachhaltigkeit strukturell im Schulsystem verankert werden kann. Nun wurde das Ergebnis, ein sogenannter „whole system approach“, im Lokschuppen Heidenheim vorgestellt.

Konkrete Handlungsvorschläge

Gemeinsam präsentierten die Eugen-Gaus-Realschule, die Gemeinschaftsschule Brenzpark, das Hellenstein-Gymnasium, die Kaufmännische Schule Heidenheim und die Grund-, Werkreal- und Realschule Sontheim ihren „whole system approach“. Dieser ganzheitliche Ansatz gibt konkrete Handlungsvorschläge für die Umsetzung der 17 Ziele der Nachhaltigkeit. Diese Ziele sind in der Agenda 2030 verankert, die in einem beispiellosen, weil einstimmigen Abstimmungsergebnis in der Vereinten-Nationen-Vollversammlung im Jahr 2015 beschlossen wurden. Die Stadt und der Landkreis Heidenheim sind mit ebenfalls einstimmigen Beschlüssen der zuständigen Gremien der Agenda beigetreten.

Leitfaden für 4500 Schulen

Ein Projekt mit Vorbildcharakter, denn die Ergebnisse dienen, in einer Broschüre zusammengefasst, allen rund 4500 Schulen in Baden-Württemberg als Leitfaden in Sachen Nachhaltigkeit. „Wandel muss aktiv gelebt werden“, betont Staatssekretärin Sandra Boser. Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg ist Träger des Projekts. „Was Sie, was ihr geleistet habt, macht mich stolz“, fügt Oberbürgermeister Michael Salomo hinzu.

Nachhaltigkeit bleibt auch nach Projektabschluss zentrales Thema der beteiligten Schulen, da sie nun Teil des BNE-Schulnetzwerks Baden-Württemberg sind.