Laut Polizeibericht des Polizeipräsidiums Ulm, klingelte am Donnerstagvormittag, 28. Oktober, bei einem 62-jährigen Heidenheimer das Telefon. Am anderen Ende war die vermeintliche Tochter des Mannes. Diese gab vor, einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht zu haben, weshalb sie nun dringend Geld für eine Kaution benötige. Danach wurde das Gespräch an einen vermeintlichen Polizisten weitergegeben. Der falsche Polizist gab dem Mann Anweisungen, was er nun zu tun habe.

Daraufhin hob der 62-Jährige bei seiner Bank eine größere Menge Bargeld ab und wurde von den Betrügern auf einen Parkplatz in der Heidenheimer Innenstadt gelotst. Dort übergab er zur Mittagszeit einen fünfstelligen Betrag an einen Unbekannten, der sich mit dem Bargeld aus dem Staub machte.

Erst später bemerkte der Mann, dass er Betrügern aufgesessen war und informierte die richtige Polizei. Die Kriminalpolizei Heidenheim hat die Ermittlungen aufgenommen.

Tipps der Polizei: Wie man sich vor Betrügern schützt

Häufig treiben Betrüger als falsche Polizisten ihr trügerisches Spiel mit älteren Menschen. Sie bringen sie um ihre Ersparnisse und Wertgegenstände. Die Täter geben sich als Polizeibeamte aus und täuschen vor, über den Notruf "110" anzurufen. Die Internettelefonie ermöglicht den Betrügern im Display jede beliebige Rufnummer anzeigen zu lassen. Damit täuschen sie eine falsche Identität vor.

Um sich vor der Betrugsmasche falscher Polizeibeamter zu schützen, rät die Polizei:

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.
  • Legen Sie den Hörer auf. So werden Sie Betrüger los.
  • Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach Geld oder

persönlichen Daten.

  • Wählen Sie selbst die 110 und teilen Sie den Sachverhalt mit.
  • Benutzen Sie nicht die Rückruftaste.
  • Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und

finanziellen Verhältnisse.

Die Betrüger suchen in Telefonverzeichnissen vor allem nach Vornamen, die auf ältere Personen hindeuten.

  • Stellen Sie also sicher, dass im Telefonbuch nur ihr Nachname und höchstens der erste Buchstabe des Vornamens steht.
  • Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie

vertrauen.