Heidenheim / Sandra Gallbronner Bis zum 2. Juni könnten alle Kinder in Heidenheim in geringerem Zeitumfang wieder betreut werden. Wie die einzelnen Schritte bis dahin aussehen:

Die Kitas in Heidenheim werden im Rahmen der erweiterten Notbetreuung in drei Schritten weiter geöffnet. Am Montag beschlossen die Träger der Heidenheimer Kindertageseinrichtungen einstimmig ein Konzept.

Der erste Schritt ist bereits am Dienstag erfolgt: So werden zusätzlich zu den Kindern, die bisher die Notbetreuung besuchten, Kinder aufgenommen, bei denen konkrete Anhaltspunkte zur Kindeswohlgefährdung vorliegen, Kinder mit diagnostizierter seelischer und/oder geistiger Behinderung und Kinder aus Familien, in denen besonders belastende Situationen vorliegen. Im ersten Schritt sollen die Kinder drei Tage pro Woche zwischen drei und acht Stunden betreut werden.

Zeitlicher Umfang ist variabel

Der angegebene Betreuungsumfang könne als Mindestanforderung verstanden werden, so Julia Habla von der Pressestelle der Stadt: „Sofern wenige oder keine Kinder mit besonderem Förderbedarf und die personellen und räumlichen Voraussetzungen vorhanden sind, können Kinder auch mehr als zwei bis drei Tage betreut werden.“ Der tägliche Stundenumfang ist ebenso variabel zu sehen. Sofern es in den Einrichtungen keine oder kaum Kinder aus Schritt 1 gibt, kann direkt mit Schritt 2 begonnen werden.

Dieser umfasst Kinder aus bildungsfernen Familien, Kinder aus Familien, in denen belastende Situationen vorliegen, und Vorschulkinder. „Viele Einrichtungen haben uns zurückgemeldet, dass sie bereits in dieser Woche Kinder aus „Schritt 2“ aufnehmen“, so Habla. In allen anderen Kitas soll dieser Schritt ab dem 25. Mai erfolgen. Dabei ist ebenfalls ein Betreuungsumfang von drei Tagen wöchentlich und drei bis acht Stunden täglich vorgesehen.

Nach Pfingsten Kita wieder für alle offen

Ab dem 2. Juni folgt mit Schritt 3 auch die Betreuung aller anderen Kinder. Dadurch verringert sich jedoch der Zeitumfang der Betreuung auf zwei Tage pro Woche mit drei bis sechs Stunden täglich.

Die pädagogischen Fachkräfte betreuen die Kinder in festen Gruppen, die maximal der Hälfte der normalen Gruppengrößen entsprechen. „Wir möchten uns mit diesem Konzept dem politischen Willen anschließen, möglichst vielen Kindern schrittweise Betreuung bereitstellen zu können.“

Die Einrichtungen dokumentieren, wann welche Erwachsene und Kinder anwesend sind, um gegebenenfalls Infektionsketten nachvollziehen zu können. Bezüglich der Bring- und Abholsituation werden die Eltern gebeten, darauf zu achten, den Mindestabstand einzuhalten und beim Betreten einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Gegebenenfalls wird die Bring- und Abholsituation deshalb gestaffelt organisiert.

Die Corona-Beschränkungen treffen Familien und Alleinerziehende mit kleinen Kindern besonders hart. Und eine deutliche Besserung ist hier noch nicht in Sicht, meint Thomas Zeller in seiner Kolumne.