Heidenheim / Michael Brendel Der Heidenheimer Gastronom Hüseyin Perktas bedankte sich bei den Klinikbeschäftigten mit einem Mittagessen für ihren Einsatz in Corona-Zeiten.

Liebe geht angeblich durch den Magen. Trifft diese Behauptung zu, dann war eine gewaltige Menge Zuneigung im Spiel, als Hüseyin Perktas am Freitag auf dem Gelände des Klinikums seine mobile Küche aufbaute. Bereits um 3 Uhr und damit mitten in der Nacht liefen die Vorbereitungen für eine Aktion an, die der Heidenheimer Unternehmer und Gastronom mit Unterstützung von 13 Helfern auf die Beine stellte.

Acht Stunden später gab’s dann Döner Kebab vom Drehspieß – für diejenigen, die kein Fleisch essen, in einer vegetarischen Variante. Reichlich 800 Portionen fanden reißenden Absatz, und aus Kapazitätsgründen werden es in dieser Woche noch einmal so viele sein. Hinzu kommen süße Teigwaren, die mithilfe von Meral Demircioglu und Sevgi Demirer von den Ditib-Moscheen in Heidenheim und Giengen vorbereitet werden.

Einsatz rund um die Uhr

„Diese Menschen arbeiten Tag und Nacht für unsere Gesundheit“, erläutert Perktas seine Beweggründe, „und dabei sehen sie nur den Patienten, unabhängig von der Hautfarbe, dem Glauben und der Nationalität.“ Das Mittagessen sei als Wertschätzung hierfür gedacht. Dank dafür gab’s nicht nur von den Mitarbeitern des Klinikums, sondern auch von OB Bernhard Ilg und Landrat Peter Polta.

Präsident Rainer Frick vom Rotary-Club Aalen/Heidenheim überreichte Chefarzt Dr. Martin Grünewald 300 Pizzen.

Die Corona-Krise hat eine Diskussion über die Bezahlung der Mitarbeiter in den so genannten systemrelevanten Berufen in Gang gesetzt. Was verdienen diese Menschen im Landkreis?