Heidenheim / pm An mehrere Betreiber von Geschäften wurden jetzt Auszeichnungen für „generationengerechten Service“ übergeben.

In den den Räumen der IHK verlieh der Stadtseniorenrat zahlreichen Heidenheimer Geschäften das Zertifikat für „Generationen-kompetenten Service“. Bürgermeisterin Simone Maiwald ging auf die Wichtigkeit einer generationenfreundlichen Stadt ein. Michaela Eberle, IHK-Hauptgeschäftsführerin, unterstrich die Bedeutung: „Ohne Handel ist eine Innenstadt schlicht nicht vorstellbar.“ Im Idealfall gehöre dazu ein Zusammenspiel von Handel, Gastronomie, Dienstleistern und Kultur.

Die Initiative des Stadtseniorenrats, Geschäftstreibende zu zertifizieren, geht auf das Jahr 2008 zurück. Nun stand die vierte Zertifizierung an. Die stellvertretende Vorsitzende des Stadtseniorenrates, Rosemarie Hilka, sagte, man wolle das Ansinnen, unterstützen, eine generationenfreundliche Stadt zu sein. Die teilnehmenden Geschäfte zeigten ihre Verbundenheit zur Region und zur Stadt. Sie trügen dazu bei, nicht auch noch die Gruppe der ebenso aktiven wie neugierigen Senioren an den Online-Handel zu verlieren.

Viele am Zertifizierungs-Verfahren beteiligte Geschäfte haben laut Hilka auf Impulse reagiert und für Verbesserungen in ihrem Umfeld gesorgt. Senioren, Menschen mit Behinderung wie auch Familien mit Kinderwagen und Kleinkindern wünschten sich, mit Kinderwagen oder Rollator bequem durch die Gänge zu kommen. Alle freuten sich auch über eine Sitzgelegenheit mit normaler Sitzhöhe zum Ausruhen, ein gut lesbares Waren- und Leistungsangebot mit größeren Preisschildern und Einkaufswagen mit angemessener Ladehöhe.

Das Einkaufen hat nach Ansicht des Seniorenrats eine soziale Funktion. Für viele Menschen stellten Bäckereien, Metzgereien, Lebensmittelläden und andere Geschäfte den einzigen sozialen Kontakt nach außen dar. Dies alles seien wichtige Orte der Kommunikation und Kontaktpflege. Der Online-Handel könne das nicht bieten.