Die Gewerkschaft IG BAU hatte in einer Pressemitteilung bemängelt, dass es um Hygienemaßnahmen auf den Baustellen im Landkreis Heidenheim nicht zum Besten bestellt sei. Dieser Aussage widerspricht die Bauinnung Heidenheim vehement. Deren Geschäftsführer Wolfgang Fetzer betont: „Die Bauinnung Heidenheim hat am Anfang der Pandemie sofort reagiert und eine Gefährdungsbeurteilung mit Verhaltensregeln und Merkblätter an ihre Mitglieder versandt. Nach Rücksprache im Kollegenkreis haben alle befragten Mitgliedsbetriebe reagiert und dementsprechende Maßnahmen eingeleitet. Es gibt sicherlich ein paar wenige schwarze Schafe, aber diese pauschalierten Verurteilungen und reißerischen Parolen von der Gewerkschaft sind nicht gerechtfertigt.“

Berufsgenossenschaft stellt kaum Mängel fest

„Die Bauunternehmen in Baden-Württemberg haben von Beginn der Corona-Pandemie mit dem größtmöglichen Maß an Verantwortungsbewusstsein gehandelt und die Gesundheit ihrer Beschäftigten an die erste Stelle gestellt“, so Thomas Möller, Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg.

Einer Pressemitteilung zufolge können nach Angaben der Berufsgenossenschaft BG BAU, die für die Überprüfung der Einhaltung von Arbeitsschutzstandards zuständig ist, bei knapp 90 Prozent der Betriebe keine Mängel festgestellt werden. Im Vergleich zur Situation zu Beginn der Corona-Krise habe sich die Situation deutlich verbessert.

Risiken eher im privaten Bereich

„Bei einem insgesamt steigenden Infektionsgeschehen ist nicht ausgeschlossen, dass auch auf Baustellen Einzelfälle auftreten. Die Zahlen zeigen allerdings auch, dass die Treiber des Infektionsgeschehens viel eher im privaten Bereich, beispielsweise bei Urlaubsrückkehrern aus Risikogebieten, zu verorten sind“, so Möller.

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