Heidenheim / Mathias Ostertag Schnaitheimer Schule holt bei landesweitem Wettbewerb zur Bauwirtschaftden dritten Platz.

Das hat sich ja gelohnt: 50 Schulen aus dem ganzen Land waren vor einigen Monaten dem Aufruf der Bauwirtschaft Baden-Württemberg gefolgt, sich im Rahmen des berufsvorbereitenden Unterrichts einer sogenannten Bau-Challenge spielerisch mit der Baubranche zu beschäftigen. Dazu mussten die Schulklassen dann über eine Online-Plattform kreative, technische und organisatorische Aufgaben rund ums Thema Bauen erfüllen und Wissensfragen beantworten. Zugleich konnte man Bilder online stelle. Freunde, Familie und Bekannte konnten für die Beiträge ihre Stimme abgeben.

Herausforderung gemeistert

Dieser Herausforderung hatte sich auch die Klasse 8 der Schnaitheimer Hirscheckschule auf Initiative von Klassenlehrerin Karin Jodl gestellt und gleich mal richtig abgesahnt: 1500 Euro gibt's als Belohnung für den dritten Platz und die erfolgreiche Teilnahme, die Heidenheimer Bauinnung legt weitere 100 Euro drauf, mit insgesamt 1600 Euro lässt sich damit sicherlich eine tolle Klassenfahrt finanzieren. Gabi Fetzer vom gleichnamigen Bauunternehmen in Hohenmemmingen übergab im Namen der Bauwirtschaft Baden–Württemberg symbolisch den Betrag für die Klassenkasse und eine Urkunde.

Und was haben die Achtklässler – übrigens die einzigen im Kreis Heidenheim – gemacht, um bei der Challenge erfolgreich abzuschneiden? Vielerlei Praktisches: so wurde zum Beispiel eine lange Brücke aus Papier gebaut oder ein Turm, der fast bis ans Dach eines Einfamilienhauses reichte. Auch einer Baufirma wurde ein Besuch abgestattet, genauso wie dem Bau-Ausbildungszentrum in Aalen. „Lustig ist auch das Foto zum Auftrag 'Klasse als Objekt': Da habt ihr euch ja quasi so hingelegt, dass ihr das Baustellenschild in menschlicher Form darstellt“, so Fetzer.

Azubis sollen „hängen bleiben“

Die Bauwirtschaft verspricht sich von Aktionen wie dieser, dass sich künftige Schulabgänger intensiv damit auseinandersetzen, nicht nur eine Ausbildung im Baugewerbe zu beginnen, sondern dass die Azubis auch auf lange Sicht hängen bleiben. „Wir brauchen Facharbeiter. Und die gibt's nur, wenn wir gut ausgebildete Lehrlinge haben“, sagt Gabi Fetzer. Und fährt an die anwesenden Achtklässler gerichtet fort: „Übrigens: Bauazubis sind die bestbezahlten Azubis überhaupt.“