Heidenheim / Andreas Uitz Auch in diesem Jahr wird es im Heidenheimer Stadtgebiet wieder jede Menge Baustellen geben. Die Stadt investiert dafür etliche Millionen Euro.

Der Winter ist vorüber und das bedeutet auch, dass auf den Baustellen langsam wieder Fahrt aufgenommen wird. Das städtische Straßenbauprogramm hat es auch in diesem Jahr in sich, auch wenn es schon Jahre gab, in denen deutlich mehr umgebaut, erneuert und saniert wurde. Doch auch 2018 ist vorgesehen, für Straßen- und Kanalbau mehr als acht Millionen Euro auszugeben.

Verkehr soll gut fließen

Dabei gibt es zahlreiche kleinere Baustellen aber auch etliche größere, die teils schon im vergangenen Jahr begonnen wurden und jetzt weitergeführt werden. Dazu gehört beispielsweise das restliche Teilstück der Ploucquetstraße. Deren Umbau wurde bereits im Jahr 2016 begonnen, nun steht das letzte Teilstück im nördlichen Abschnitt zwischen der Christianstraße und der Brenzstraße auf dem Programm. Nach dem Umbau soll das Erscheinungsbild an den bereits sanierten Teil der Ploucquetstraße angepasst sein, allerdings bleibt sie hier zweispurig. Das ist Verkehrsplaner Steffen Widmann notwendig, damit der Verkehr einigermaßen flüssig über die Kreuzung fließt. Die Planungen sehen vor, dass auf der östlichen Straßenseite ein zwei Meter breiter Gehweg und ein ebenfalls zwei Meter breiter Parkstreifen gebaut wird, der durch Bäume unterteilt ist. Außerdem gibt es einen 50 Zentimeter breiten Sicherheitsstreifen und einen zwei Meter breiten Radfahrstreifen. Auf Höhe der früheren Landeszentralbank wird es keine Parkbuchen geben, weil hier nicht genügend Platz ist. Die Fahrbahn wird dann eine Breite von 6,30 Metern haben, wobei der westliche Fahrstreifen ebenso wie der Gehweg auf der Westseite nicht umgebaut werden.

Fortgesetzt wird auch der Umbau der Römerstraße in der Oststadt. Auch hier wird der zweite Abschnitt dem ersten, der im vergangenen Jahr umgebaut wurde, ähneln. Im Bereich zwischen der Neunhoefferstraße und dem Ende des Zinzendorfhauses werden beidseitig Gehwege mit einer Breite von zwei Metern gebaut. Auf der Nordseite gibt es eine zwei Meter breite Parkbucht, einen halben Meter breiten Sicherheitsstreifen und einen 1,50 Meter breiten Radfahr-Schutzstreifen. Die Fahrbahn wird künftig 5,50 Meter breit sein, um einen Begegnungsverkehr von Pkw und Lkw zu ermöglichen. Im weiteren Verlauf der Römerstraße, so sieht es die Planung vor, entfällt der Sicherheitsstreifen, weil anstatt Parkbuchten ein zwei Meter breiter Grünstreifen entstehen soll. Dieser Umbauabschnitt der Römerstraße kostet 1,28 Millionen Euro.

Wie Oberbürgermeister Bernhard Ilg in der Sitzung des Technik- und Umweltausschusses erklärte, werde die Römerstraße nach dem Umbau ihrer Funktion als „lange Sammelstraße und Verbindung ins Osterholz gerecht“. Michael Sautter, Fraktionschef der Grünen im Gemeinderat, bezeichnet die Römerstraße als „Schnellfahrstrecke“ und regte an, darüber nachzudenken, „mehr Ruhe reinzubringen“. Häufig würden die Radfahrstreifen von Autofahrern missachtet und überfahren. „Vielleicht könnte hier abschnittsweise Tempo 30 helfen“, so Sautter. Ilg erklärte, dass das aus verschiedenen Gründen nur schlecht machbar ist, doch sei ein Tempo-30-Bereich beim Zinzendorfhaus durchaus vorstellbar.

Weiter geht es in diesem Jahr auch im Sanierungsgebiet Hagen in Schnaitheim. Hier wurde 2017 mit der Erneuerung der stark beschädigten Fabrikstraße begonnen, die jetzt fortgesetzt wird. Der Abschnitt reicht von der Turnstraße bis zum Gebäude Fabrikstraße 43. Weil umfangreiche Arbeiten an den Versorgungsleitungen anstehen, muss die Straße komplett neu gebaut werden, obwohl der bisherige Querschnitt erhalten bleibt. Von der Turnstraße bis zur Schäferstraße wird ein 1,75 Meter breiter Gehweg gebaut, die Fahrbahn hat eine Breite von 5,50 Metern, auf der Gegenüberliegenden Seite gibt es keinen Gehweg sondern nur einen Schrammbord. Ab der Schäferstraße verschmälert sich die Fahrbahn auf fünf Meter, der Gehweg hingegen wird zwei Meter breit. Die Kosten für den zweiten Bauabschnitt liegen bei 580 000 Euro.

Auch kleinere Baustellen

In der Eugen-Gaus-Straße geht es mit dem zweiten Bauabschnitt weiter, der knapp 350 000 Euro kosten wird. Hier muss aufgrund der Versorgungsleitungen die Straße ebenfalls neu gebaut werden. Auf der Bergseite entsteht ein 1,50 Meter breiter Gehweg, die Fahrbahn wird 4,60 Meter breit, außerdem gibt es an einigen Stellen Parkstreifen. Darüber hinaus sollen auch die Arndtstraße und die Goethestraße umgebaut werden. Während die Arndtstraße ihr Erscheinungsbild kaum verändern wird, soll sich das der Goethestraße aufgrund eines deutlich verbreiterten Gehwegs deutlich ändern. Neben diesen großen Baustellen gibt es in zahlreichen anderen Bereichen noch kleinere Straßenbaumaßnahmen.