Schon während der Landesgartenschau wurde das frühere Ballenlager der WCM, auch Magazingebäude genannt, als Gastronomie-Standort genutzt. Das letzte Getränk wurde dort vor eineinhalb Jahren im El Sabor serviert, seither steht das Erdgeschoss leer. Die Stadt prüft nun, ob eine Schulmensa-Nutzung möglich wäre.

Denn viel konkreter als die die Mensa-Idee sind die Pläne für die gegenüber liegende Rote Halle. Dort soll die Gemeinschaftsschule ihr zweites Standbein für die Klassen 5 aufwärts erhalten. Das Grundschul-Standbein soll weiterhin an der Friedrich-Voith-Schule sein, die für die Anforderungen der Gemeinschaftsschule zu klein ist. Zunächst hatten Stadt und Gemeinderat einen Anbau am dortigen Standort ins Auge gefasst, doch wurde dies mittlerweile verworfen zugunsten eines Umzugs in die Rote Halle, die dafür noch umgebaut werden muss. Der Schulbetrieb könnte frühestens zum Schuljahr 2016/2017 dort beginnen.

Doch momentan ist die Rote Halle noch Standort einer ganz anderen Einrichtung, die sich ebenfalls um die Bildung der Kinder kümmert. Erst vor knapp zwei Jahren ist die Zukunftsakademie mir ihren Forscherwerkstätten dort eingezogen und braucht nun eine neue Bleibe. Wenn die Pläne der Stadt aufgehen, wird die Zukunftsakademie weiterhin auf dem WCM-Campusgelände zu Hause sein. Sie soll im Obergeschoss des Ballenlagers untergebracht werden. Umgezogen wird jedoch erst im nächsten Jahr, danach kann der Umbau der Roten Halle starten.

Voraussetzung für die Rochade ist, dass die Stadt künftig Eigentümerin eines großteils des nördliche WCM-Areals ist. Noch gehört das Gelände samt der Gebäude der ADL, doch ist der Besitzwechsel nur noch eine reine Formsache, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung mitteilt. Demnächst treffen sich die Vertragspartner vor dem Notar, um den Besitzwechsel offiziell zu besiegeln. Geeinigt hatten sich beide Seiten schon Ende vorigen Jahres. Damit erwirbt die Stadt 1,2 Hektar nördlich der Straße Schmelzofenvorstadt samt den teils denkmalgeschützten Gebäude und hat die Hand auf das gesamte Gelände vom Brenzpark Süd bis zum Festplatz. Das Badhaus hat die Stadt bereits im September 2013 erworben. Einzig das Bodyfit und das Maschinenhaus daneben befinden sich im Privatbesitz. Oberbürgermeister Bernhard Ilg hatte schon nach den erfolgreichen Kaufverhandlungen von einer „großen Chance für eine ganze Generation“ gesprochen. Damit hat er auch weiterhin die gewünschte Erweiterung der Dualen Hochschule im Blick und deren Erweiterung durch einen zweiten Gebäude-Würfel auf dem südlichen WCM-Gelände.