Ohne Schranke und Signalanlage war vorübergehend der Bahnübergang an der Hainenbachstraße in Mergelstetten. Ein 56-jähriger Lkw-Fahrer hatte am Mittwoch gegen 11 Uhr die Schranke mit seinem Fahrzeug abgerissen. Aus Richtung der B 19 kommend wollte der Fahrer den Bahnübergang passieren, musste jedoch aufgrund eines Rückstaus seinen Lkw direkt auf den Gleisen anhalten.

Laut Informationen der Polizei sowie Beobachtern vor Ort schlossen sich just zu diesem Zeitpunkt die Bahnschranken. Geistesgegenwärtig drückte der Lkw-Fahrer aufs Gas, um den Schienenbereich zu verlassen. Dabei brach er mit dem Fahrzeug die Schranke ab, die sich bereits auf den Laster gesenkt hatte. Ein Zusammenprall mit einem Zug konnte dadurch verhindert werden.

Hupende Züge

Allerdings war der Verkehr im Anschluss dahingehend beeinträchtigt, dass der Bahnübergang vorübergehend ohne Schranken war. Aus Sicherheitsgründen passierten die Züge den Bereich mit reduzierter Geschwindigkeit und hupten vor dem Überqueren der Straße. Laut Augenzeugen hielt ein Güterzug sogar an, Bahnmitarbeiter regelten den Verkehr, während der Zug passierte.

Schon um die Mittagszeit waren Servicemitarbeiter der Bahn vor Ort, um den Schaden zu beheben. Zu diesem Zeitpunkt gingen Sprecher der Bahn davon aus, dass die Schranke am gleichen Tag wieder in Betrieb gehen kann.

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 2500 Euro.

Ähnlicher Unfall in Itzelberg

Vor fünf Jahren war es in Itzelberg zu einem schweren Unfall mit Todesfolge gekommen, weil ein Lastwagen auf dem Bahnübergang von einem Zug erfasst wurde.

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