Aktuell gelten beim Besuch eines Restaurants oder einer Kneipe in Baden-Württemberg strenge Regeln: Nur geimpft, genesen oder mit einem negativen PCR-Test dürfen die Gäste die Gastronomie besuchen.

Ob sich die Gastronomen in Baden-Württemberg auch an die geltende Corona-Verordnung halten, sollen die Mitarbeiter der Ortspolizeibehörden in ganz Baden-Württemberg mit Unterstützung der Landespolizei am Donnerstag und Freitag (11. und 12. November 2021) stichprobenartig kontrollieren. Das kündigte das Sozialministerium am Dienstag, 9. November an.

Warum Baden-Württemberg die Corona-Auflagen in der Gastronomie kontrolliert

Als Begründung für die verstärkten Kontrollen nannte Gesundheitsminister Manne Lucha die anrollende vierte Welle der Corona-Infektionen und die rasant steigende Zahl der Patienten, die in baden-württembergischen Krankenhäusern auf einer Intensivstation behandelt werden müssen.

„Wir stehen deshalb in Baden-Württemberg kurz vor der Alarmstufe. Wir können die aktuellen Freiheiten nur aufrechterhalten, wenn wir uns alle an die Vorgaben halten. Das betrifft vor allem die Nichtgeimpften, die in der aktuellen Warnstufe nur mit PCR-Test in Restaurants dürfen. In der Alarmstufe gilt dann 2G. Das hat seinen guten Grund, denn die allermeisten Corona-Patienten auf der Intensivstation sind nicht geimpft – wir müssen das Gesundheitssystem schützen, denn sonst können wir nicht mehr allen Intensivpatientinnen und -patienten ein Behandlungsbett anbieten“, so Gesundheitsminister Manne Lucha am Donnerstag.

Die Einhaltung der Regeln sei daher wichtig für alle, weshalb das bei der Schwerpunkt-Kontrollaktion überprüft werde. Auch danach werde weiterhin stichprobenartig kontrolliert.

Erst am 19. Oktober hatten die Behörden die Einhaltung der Corona-Verordnung in der Gastronomie kontrolliert. In Heidenheim hatte es dabei mehrere Verstöße gegeben:

Was Gastronomen jetzt tun müssen

Den Gastronomie-Betreibern und Veranstaltern wird vom Sozialministerium empfohlen, den QR-Code des elektronischen Impfpasses der Gäste mit einer App zu überprüfen.

Die „CovPassCheck-App“ stehe zum kostenlosen Download bereit. Es müsse sichergestellt werden, dass die vorgezeigten Impfnachweise in den Bereichen, in denen 3G oder 2G gilt, auch gültig sind.

  • Die Veranstalterin oder der Veranstalter hat sich die Test-, Impf- oder Genesenennachweise vorlegen zu lassen.
  • Die Nachweise sind auf ihre Plausibilität zu prüfen: Existieren offenkundige Hinweise auf eine Fälschung, die Unrichtigkeit oder den Missbrauch eines Nachweises, ist der Zutritt zu verwehren. Bei dem Verdacht auf Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten können gegebenenfalls die zuständigen Verfolgungsbehörden verständigt werden.
  • Offenkundige Hinweise können etwa Testnachweise sein, die auf Fantasienamen ausgestellt sind (Beispiel: „Mickey Mouse“) oder Screenshots von Testnachweisen, die auf Nachfrage nicht durch die originale Benachrichtigung bestätigt werden können. Auch unvollständige Nachweise, in denen etwa das Datum fehlt, fallen hierunter.
  • Dass die Gäste auch einen amtlichen Ausweis zum Abgleich mit dem Test oder Impfpass vorlegen müssen, steht nicht in der Corona-Verordnung. Gastronomen und Veranstalter können jedoch den Zutritt verwehren, wenn eine Person sich nicht ausweisen kann oder der Ausweis nicht mit der Person im Test-, Impf- oder Genesenennachweis übereinstimmt.

Landkreis Heidenheim