Heidenheim / HZ Am Dienstagmittag kam es auf der A7 zwischen Heidenheim und Giengen zu einem schweren Unfall, an dem drei Lkw beteiligt waren. Erst am Abend konnte die Autobahn wieder freigegeben werden.

Der mögliche Hergang des schweren Unfalls ergab sich erst nach und nach - die Helfer fanden ein enormes Trümmerfeld vor. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei staute sich der Verkehr gegen 12.45 Uhr zwischen den Anschlussstellen Heidenheim und Giengen kurz hinter Oggenhausen in Fahrtrichtung Ulm.

Lkw fuhr wohl ungebremst auf

Das bemerkte ein 38-jähriger Lkw-Fahrer offenbar zu spät. Er sei vermutlich ungebremst auf einen Lastwagen aufgefahren, so die Erkenntnisse der Polizei. Diesen Lkw, in dem ein 53-jähriger Mann am Steuer saß, schob er noch auf einen dritten Lastzug, mit dem ein 66-Jähriger unterwegs war.

Youtube Schwerer Lkw-Unfall auf der A7 bei HDH-Oggenhausen

Vor Ort fanden die Helfer ein Bild der Zerstörung vor, da der mittlere Lkw vollständig zerstört war. Dessen Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt. Die Feuerwehr befreite den Mann aus der Fahrerkabine, danach wurde er mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Ladung schleuderte auf die Gegenfahrbahn

Der 38-jährige, der auf den Lkw aufgefahren war, wurde Polizeiangaben zufolge schwer verletzt. Auch er kam mit dem Rettungswagen in eine Klinik. Der Fahrer des vordersten Lkw wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Einer der beteiligten Lkw hatte fahrbare Gitterboxen geladen. Durch den Aufprall schleuderte diese Ladung auf die Straße, auch auf die Gegenfahrspuren. Alle drei Fahrspuren in Richtung Süden waren verstellt, da die Lkw völlig ineinander verkeilt waren,

Verkehr wurde ausgeleitet

Der Verkehr wurde über die Anschlussstelle Heidenheim ausgeleitet - aus diesem Grund kam es auch zu erheblichen Stauungen auf der B 19 und anderen Ausweichstrecken. In der Gegenrichtung lief der Verkehr über die Standspur, da auch dort Trümmerteile lagen und Teile der Fahrspur blockierten. Die Bergung der Fahrzeuge dauerte bis in den Abend an. Erst gegen 20.30 Uhr wurde die Strecke wieder freigegeben.

Die Feuerwehr band ausgelaufene Betriebsstoffe, sodass für die Umwelt keine Gefahr bestand. Auch das Technische Hilfswerk war im Einsatz und half bei der Beseitigung der Trümmer. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf 200.000 Euro.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels stand, dass zwei bzw. mindestens zwei Lkw in den Unfall verwickelt sind. Inzwischen ist klar, dass es sich um drei Lkw handelt.