Heidenheim / Joelle Reimer Im Türmle gab's am Samstag nicht nur eine Vernissage, sondern auch den Rücktritt des Vorsitzenden.

Es war voll im Türmle. So voll, wie es dort bei Vernissagen bislang selten der Fall war – um nicht zu sagen fast nie. Klar, mit Otto Hess, Walter Häfner und Rainer Jooß stellen drei regional bekannte Künstler aus, und klar, der neue Ansatz mit einem Philosophen als Vorredner und einer gemeinsamen Ausstellung, bei der die Werke letztlich aber doch nichts miteinander zu tun haben, machte die knapp 100 Besucher neugierig.

Enttäuscht wurden sie nicht: Unter dem Titel „In Stein, Farbe und mit Biss“ gab's unter anderem den „letzten Müllsack“ von Rainer Jooß' gesellschaftskritischer Installation zu sehen, dazu Ölmalerei von Otto Hess, bei der Kontraste, Horizonte und Spiegelungen im Vordergrund stehen und Portraits des versierten Lithographen Walter Häfner. Und, nicht zu vergessen, die Neuigkeit des Tages: Der Vorsitzende des Kunstvereins, Dr. Franz Eibach, kündigte an, bei der Hauptversammlung im Mai nach acht Jahren nicht mehr anzutreten.

„Wir ziehen aus familiären Gründen im Sommer in den Nürnberger Raum, deshalb werde ich das Amt niederlegen“, so der 69-Jährige. „Zudem ist es eine Alterssache. Es tut mir zwar Leid und ich weiß, was ich damit aufgebe, aber im Alter sollte man seine Ehrenämter etwas zurückschrauben.“ Wie es an der Vereinsspitze weitergeht, sei bislang noch völlig unklar. „Es hat sich noch niemand gemeldet. Ich würde mir wünschen, dass es jemand Jüngeres macht. Denn der Kunstverein ist von der Altersstruktur her, ich bitte um Entschuldigung, eher ein Seniorenverein.“ Bewerbungen für das Amt des Vorsitzenden seien sehr willkommen.

Am Samstag, 26. Januar, führt

Rainer Jooß um 11.30 Uhr durch die Ausstellung.