Es ist nicht einfach, dieser Tage noch durchzublicken:

  • Am 9. April hat das Landratsamt Heidenheim eine abendliche Ausgangssperre für die Zeit zwischen 21 und 5 Uhr erlassen. Inkraft trat diese am 12. April.
  • Am 18. April wurde diese Allgemeinverfügung, in der die Ausgangssperre für den Kreis Heidenheim festgeschrieben worden war, widerrufen - also außer Kraft gesetzt.
  • Und seit Montag, 19. April, gilt die neue Fassung der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg. Und diese sieht ebenfalls eine Ausgangssperre vor - aber nicht überall in Baden-Württemberg, sondern nur dort, wo die Coronazahlen hoch sind.

Ausgangssperre gilt weiterhin

Ja was denn nun? Was gilt nun im Kreis Heidenheim? Das fragen sich derzeit viele, auch die HZ erreichten am Montag mehrere Nachfragen. Zumal in Whatsappgruppen und auf Facebook das Dokument kursiert, das den Widerruf der Heidenheimer Ausgangssperre schriftlich festhält (und hier auf der Seite des Landratsamts abzurufen ist). Also alles klar? Ist die Ausgangssperre damit vom Tisch? Nein, ist sie nicht.

Der Widerruf der Ausgangssperre - dies bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht mehr gilt. Sie ist nur statt vom Landkreis nun vom Land Baden-Württemberg verordnet worden.
Der Widerruf der Ausgangssperre - dies bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht mehr gilt. Sie ist nur statt vom Landkreis nun vom Land Baden-Württemberg verordnet worden.
© Foto: Landratsamt Heidenheim

Auf HZ-Anfrage konkretisiert das Landratsamt Heidenheim, was nun gilt. Um es vorweg zu sagen: Die Ausgangssperre gilt im Kreis Heidenheim weiterhin - nur ist es nicht mehr der Landkreis, der diese erlassen hat, sondern das Land Baden-Württemberg.

Das Landratsamt erklärt:

„Mit Wirkung zum Montag, 19. April 2021, wurde die Corona-Verordnung des Landes geändert. Nun tritt bei Überschreitung des Sieben-Tage-Inzidenzwerts von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen automatisch eine nächtliche Ausgangsbeschränkung für den Landkreis in Kraft, ohne dass das zuständige Gesundheitsamt dies selbst per Allgemeinverfügung veranlassen muss. Dadurch greift das Land Baden-Württemberg der sogenannten „Notbremse“ des Bundes vor“, so das Landratsamt.

Kurz und knapp zusammengefasst bedeutet dies:

„Demzufolge gilt im Landkreis Heidenheim aufgrund des weiterhin deutlich über 100 – derzeit sogar noch über 200 – liegenden Inzidenzwerts weiterhin eine nächtliche Ausgangsbeschränkung, obwohl die Allgemeinverfügung widerrufen wurde“, so das Landratsamt.

Dieser Sachverhalt ist übrigens auch in dem Dokument zum Widerruf der Allgemeinverfügung zu lesen. Unter dem Punkt „Begründung“ am Ende der ersten Seite.

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