Armin Laschet oder Markus Söder? In dieser Frage hat der CDU-Bundesvorstand nun klar für Parteichef Laschet als Kanzlerkandidat der Union votiert. Markus Söder hatte am Dienstag seine Unterstützung Laschets bekanntgegeben und damit den Rückzug seiner Bewerbung um das Amt erklärt.

Endlich eine Lösung in der verfahrenen Situation

Roderich Kiesewetter, CDU-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Aalen-Heidenheim begrüßt, dass die Frage nach der Kanzlerkandidatur nun geklärt ist. Er hatte sich bereits im Vorfeld für Laschet ausgesprochen. „Für die Union war es wichtig, dass endlich eine Lösung in der verfahrenen Situation der Kanzlerkandidatur gefunden wurde.“ Dass der CDU-Vorstand sich ein weiteres Mal für Armin Laschet ausspricht, habe er erwartet, so Kiesewetter.

Heidenheim

Dass der Parteivorstand die Entscheidung getroffen hat, hält er für den richtigen Weg: „Der CDU-Vorstand wurde erst vor rund 100 Tagen von den Mitgliedern, also der Basis über die Parteitagsdelegierten, neu gewählt und ist damit frisch legitimiert. Auch sind im Vorstand alle möglichen Interessengruppen der CDU vertreten und repräsentieren somit die Basis von rund 400 000 Mitgliedern.“

Verlässlichkeit ist gefragt

Er sei zuversichtlich, dass CDU und CSU geschlossen auftreten und sich hinter den gemeinsamen Kandidaten stellen werden, so Kiesewetter. Auch das Auftreten von Markus Söder, der nun angekündigt hat, mit voller Kraft den gemeinsamen Kandidaten zu unterstützen, begrüßt er. Gerade in einer schwierigen Lage wie der Corona-Pandemie erwarte die Bevölkerung zurecht, dass die Union Verlässlichkeit zeige und sich nicht mit unnötig verzögerten Fragen der Kanzlerkandidatur aufhalte, so Kiesewetter. Deswegen sei die Einigung jetzt absolut wichtig gewesen. „Armin Laschet ist jemand, der zusammenführt, integriert und für Versöhnung steht. Das ist genau das, was unser Land nach dieser schweren Zeit braucht.“

Erfolgreich und souverän

Auch Magnus Welsch, Kreisvorsitzender der CDU Heidenheim, ist froh, dass eine Entscheidung getroffen wurde und dass Markus Söder seine Unterstützung erklärte. Nur eine geeinte Union könne einen erfolgreichen Wahlkampf führen, so Welsch. „Armin Laschet ist ein erfolgreicher Ministerpräsident, der bereits eine Wahl aus der Opposition heraus gewonnen hat. Er regiert erfolgreich und souverän das bevölkerungsreichste Bundesland der Republik. Und das als Kontrast zu einer Kandidatin der Grünen, die keinen Tag in Regierungsverantwortung stand.“

Heidenheim

Welsch hätte sich eine zügigere Entscheidung gewünscht, wisse aber auch um die Schwierigkeit eines solchen Prozesses, den man nach 16 Jahren erstmals wieder definieren musste. „Wichtig ist nach neun Tagen Debatte, dass wir nun geschlossen in den Wahlkampf gehen und die Menschen davon überzeugen, dass die CDU mit Armin Laschet einen hervorragenden, und vor allem qualifizierten, Kandidaten hat.“

Margit Stumpp zur Entscheidung:

Auch Grünen-Bundestagsabgeordnete Margit Stumpp äußerte sich zur Entscheidung über die K-Frage der Union: „Nach einem unwürdigen Hahnenkampf zur Unzeit ist die Union nun bemüht, die Scherben zusammenzukehren. Die Art und Weise, wie Söder und die CSU heute ihre Unterstützung für Armin Laschet ausgedrückt haben spricht Bände. Die Wunden dieser innerparteilichen Auseinandersetzung werden die Union noch lange schmerzen und sie ebenso, wie die dringende Aufarbeitung der Maskenaffäre, noch lange beschäftigten.“

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