Die Stadt Heidenheim ist derzeit für die Anschlussunterbringung von 290 Geflüchteten zuständig, darunter sind 41 Menschen aus der Ukraine. Da die Zahlen der Geflüchteten weiter steigen, rechnet die Stadt Heidenheim voraussichtlich im Januar, spätestens aber im Februar damit, keine Möglichkeiten mehr zu haben, für diese Menschen Wohnungen anzumieten. Deshalb sollen ältere städtische Objekte ertüchtigt werden und darüber hinaus mindestens ein Gebäude gekauft werden. Dieses Vorgehen ist laut Stadtverwaltung mit dem Ältestensrat des Gemeinderats abgestimmt.

Klein-Zürich oder Schnaitheim

Darüber hinaus sollen Wohncontainer angeschafft werden. Diese werden entweder an der Giengener Straße auf dem Gelände des früheren Wohngebiets Klein-Zürich oder am Bahnhof Schnaitheim aufgestellt. Die Stadtverwaltung kündigt an, rechtzeitig darüber zu informieren, welcher Standort gewählt wird.

Da aber gerade mit langen Lieferzeiten zu rechnen sei, könnte es „bei einem anhaltenden Zustrom geflüchteter Menschen womöglich notwendig werden, wie andere Städte aktuell auch auf eine Sporthalle zur Unterbringung auszuweichen“, so die Pressemitteilung der Stadtverwaltung.

Hallen werden geprüft

Welche Halle im Stadtgebiet dafür infrage kommt, werde aktuell geprüft. Dabei soll auch festgestellt werden, wie viele Menschen dort untergebracht werden können. „Klar ist, dass die betroffene Halle für die Dauer der Belegung mit Geflüchteten weder für den Schul- noch für den Vereinssport bereitsteht“, teilt die Stadtverwaltung mit.

„Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und der Zustrom von Menschen aus anderen Krisengebieten der Welt, etwa Syrien, stellen uns weiter vor große Herausforderungen. Ungeachtet dessen arbeiten wir mit Hochdruck daran, unseren Aufgaben als Kommune und unsere humanitäre Pflicht im Rahmen der Menschlichkeit zu erfüllen“, sagt Oberbürgermeister Michael Salomo. Bürgermeisterin Simone Maiwald: „Wir appellieren an die Menschen in Heidenheim, die Schritte der Verwaltung mitzutragen. Die Menschen, die zu uns kommen, fliehen vor Krieg und damit vor Zerstörung, Leid und Tod.“