Kreis Heidenheim / In allen Kommunen wird im kommenden Jahr eine Altkleidersammlung eingeführt, die parallel mit den Altpapiersammlungen stattfinden wird.

Nach den Gebührensenkungen 2013 und 2014 plant der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises schon mal rote Zahlen ein. Betriebsleiter Franz Bareth geht davon aus, dass Ende 2014 ein Minus von 157 000 Euro bilanziert werden muss.

Dem Kreistag erläuterte Bareth bei dessen letzter Sitzung die großen Finanzblöcke: Bei einem Haushaltsvolumen von 13 Millionen Euro bilden die Müllgebühren von Haushalten und Gewerbebetrieben mit 7,5 Millionen Euro die größte Einnahmeposition.

Die andererseits größten Ausgabepositionen sind die Umlage an den Zweckveband Donautal zur Müllverbrennung in Höhe von 2,4 Millionen Euro und die Einsammel- und Transportkosten, die sich 2014 auf 2,16 Millionen Euro beziffern.

Als Personalkosten sind 2,7 Millionen Euro veranschlagt, mithin fast 200 000 Euro mehr als im Jahr 2012 bezahlt wurden.

Stolz ist Bareth darauf, dass der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb, der 1997 mit einer aufgebürdeten Schuldenlast von 25,1 Millionen Euro gestartet war, diese 2014 komplett zurückgezahlt haben wird. „Ich glaube, dies kann sich sehen lassen“, so der Betriebsleiter.

Arbeitsschwerpunkt im kommenden Jahr wird die Altkleidersammlung sein, die nun in allen Kommunen des Landkreises eingeführt wird. Diese finden zusammen mit den Altpapiersammlungen statt. Insgesamt 170 Vereine und Organisationen hat der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb informiert und um ihre Mitwirkung gebeten. 1,2 Millionen rote und grüne Säcke für Altkleider und Altschuhe hat der Abfallwirtschaftsbetrieb bereits bestellt. Sie sollen mit den gelben Säcken und dem Sammelterminkalender noch vor Weihnachten allen 56 000 Haushalten zugestellt werden.