Aufgrund der steigenden Zahlen an Corona-Patienten, die auf Intensivstationen in Baden-Württembergs Krankenhäusern behandelt werden müssen und weil daher die Ausrufung der Alarmstufe kurz bevorsteht, startet das Land eine Impfoffensive. Rund 155 mobile Impfteams sollen in Baden-Württemberg zum Einsatz kommen und in jedem Stadt- und Landkreis wird ein fester Impfstützpunkt eingerichtet, teilte das Sozialministerium am Donnerstag mit.

Pro Tag sollen in den geplanten Impfstützpunkten pro Impfteam rund 130 Corona-Impfungen möglich sein – darunter Erstimpfungen, Zweitimpfungen sowie auch Boosterimpfungen für diejenigen, deren zweite Impfung bereits sechs Monate zurückliegt.

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Kreis Heidenheim

So sollen täglich bis zu 23.000 Impfungen verabreicht werden können – zusätzlich zu den Impfungen durch die Hausärzte, so das baden-württembergische Sozialministerium.

Ausrufung der Alarmstufe und 2G stehen in Baden-Württemberg kurz bevor

„Uns stehen schwierige Wochen bevor. Das Infektionsgeschehen nimmt rasant zu. Die vierte Welle trifft vor allem die Nicht-Geimpften mit voller Wucht“, sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Donnerstag, 11. November. Er appelliere an alle Menschen in Baden-Württemberg, sich gegen Corona impfen zu lassen.

Die Ausrufung der Alarmstufe, wodurch dann in vielen Bereichen nur noch Geimpfte und Genese Zutrtt erhalten, ist laut Kretschmann zwar ein enormer Eingriff, aber nötig. Langfristig sei das Impfen der Weg aus der Pandemie, doch weil kurzfristig eine Überlastung der Intensivversorgung in den Krankenhäusern droht, müssen laut dem Sozialministerium weitere Maßnahmen ergriffen werden. Während im Bund noch über de Einführung einer 2G-Regel diskutiert wird, hat sich Baden-Württemberg bereits für diesen Schritt entschieden: Sobald die Alarmstufe ausgerufen wird, haben in Restaurants & Co. nur noch diejenigen Zutritt, die vollständig gegen Corona geimpft oder genesen sind.