Mit dem „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ am 25. November soll seit 1999 der Fokus auf die Thematik gelenkt werden. Im Bereich des Polizeipräsidiums Ulm wurden im vergangenen Jahr 900 Fälle der Häuslichen Gewalt bekannt, darunter entfielen 178 auf den Landkreis Heidenheim, teilt die Polizei mit und weist auf das „Signal for help“ hin.

Dieses Alarmzeichen für einen Hilferuf hat sich die kanadische Organisation „Canadian Women's Foundation“ insbesondere für Fälle der häuslichen Gewalt ausgedacht. Betroffene können mit ihm beispielsweise in einem Videochat, zeigen, dass sie Hilfe brauchen. Ohne etwas sagen zu müssen. Das kann der Fall sein, wenn der Täter anwesend ist und ein Hilferuf zu einer Eskalation der Situation führen könnte.

Wie das Hilfezeichen funktioniert:

Für das Alarmsignal hebt man eine Hand in unauffälliger Höhe, dabei zeigt die Handinnenfläche zu der Person, für die das Zeichen bestimmt ist. Dann legt man den Daumen in die Handinnenfläche und schließt die Hand zu einer Faust.

Je bekannter das Zeichen ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Opfern geholfen werden kann. Das „Signal for Help“ dient der Polizei zufolge nicht als Ersatz, sondern als eine weitere Form des Notrufs. Die Polizei rät, wenn Möglichkeit immer verbal auf eine Notsituation aufmerksam zu machen.

Landkreis Heidenheim