Es vergeht kaum eine Woche, in der der Verein „Heidenheim für Ukraine“ keine Hilfsgüter in die Ukraine schickt. Die letzte Lieferung von zwei Rettungswagen und einem Krankentransportwagen war aber bislang eine der Größten. Die beiden Rettungswagen wurden beim Flughafen Stuttgart ausgemustert, durch einen persönlichen Kontakt wurde der Verein darauf aufmerksam und beschloss, diese zu kaufen. Das erläutert Jasmin Glänzel-Seibold, die Vorsitzende des Vereins. Das Geld dafür sei aus Spenden bezogen, diesmal allerdings vor Allem aus einer Großspende aus den USA. Diese kam von Rob Hellewell aus Washington (D.C.). Er war schon im Juni bei der Anschaffung und dem Transport eines Rettungswagens beteiligt, diesmal fuhren er und seine Frau Kristen einen davon von Heidenheim aus bis in die Ukraine.

Am gesamten Prozess waren aber viele weitere Menschen beteiligt, denn die Fahrzeuge mussten zuerst noch mit ausreichend medizinischer Ausrüstung ausgestattet werden. Außerdem mussten die Fahrzeuge gewartet und die Reise mit ihren Grenzüberquerungen geplant werden. Dafür wurden bei verschiedenen Gelegenheiten Geld- und Materialspenden gesammelt. Unterstützung kam auch von verschiedenen Organisationen und Firmen. Zusätzlich spendete die Stadt Oberkochen noch einen weiteren Krankentransportwagen.

Wie aber wird entschieden, wohin genau die Fahrzeuge gehen? Laut Glänzel-Seibold ist auch dies ein komplexer Prozess. Zuerst würden die Anfragen nach Hilfsgütern mit aktuellen Nachrichten aus der Region verglichen. Die Auslieferung erfolge bevorzugt an Institutionen und Menschen, die den in Heidenheim lebenden Ukrainern schon bekannt sind. „Wir können uns nicht erlauben, dass auch nur eine Spende in irgendeinem schwarzen Topf landet“, so Glänzel-Seibold. In diesem Fall geht ein Rettungswagen nach Lwiw, der andere zusammen mit dem Krankentransportwagen nach Charkiw. Die Details der Reise lassen sich auf dem Instagram- oder Facebook-Account des Vereins verfolgen.

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