Nachdem es während der Corona-Krise in Großschlachtereien wie Tönnies zu Skandalen kam, hat sich die HZ im Kreis Heidenheim umgehört, wie viele Metzgereien hier noch selbst schlachten.

Diese Metzgereien im Landkreis schlachten noch selbst

19 Innungsbetriebe gibt es im Kreis Heidenheim. Von ihnen schlachten noch elf selbst. Hier der Überblick über alle Metzgereien, die noch selbst schlachten und ihre Tiere aus der Region beziehen:

In der Metzgerei Hans Bihr in Dischingen, in der Metzgerei Renner in Giengen,in der Metzgerei Karl Bosch in Hermaringen, in der Metzgerei Schmid in Sontheim, in der Metzgerei Schleicher in Niederstotzingen, in der Metzgerei Heußler in Dettingen, in der Metzgerei Ritz in Heidenheim, in der Kronenmetzgerei in Königsbronn, in der Metzgerei Schröder in Königsbronn, in der Rathaus-Metzgerei Wittlinger und in der Metzgerei Köpf in Gerstetten wird noch selbst geschlachtet.

Schlachtbetriebe in der Region

Die Metzgereien im Kreis Heidenheim, die nicht mehr selbst schlachten, können im genossenschaftlichen Schlachthof in Aalen schlachten lassen.

Dettingen

Die Fleiga mit Sitz in Schwäbisch Gmünd ist eine 1918 gegründete Metzger-Genossenschaft. Sie fungiert als Großhandelsunternehmen und Dienstleister für Fleischer-Fachgeschäfte, Gastronomie, Großküchen und Caterer. Die dazugehörige Schlachthausgenossenschaft Aalen übernimmt das Schlachten als Dienstleistung für die Fleiga und die Metzgereien, die aus räumlichen oder organisatorischen Gründen nicht mehr selbst schlachten. Aber auch diese bringen ihre eigenen Tiere, die der Fleischer direkt beim Landwirt bezieht, zum Schlachthof. Ebenso kauft die Fleiga bei regionalen Landwirten ihre Schlachttiere. „Damit ist gewährleistet, dass unsere regionalen Handwerksbetriebe von den beiden Genossenschaften transparent nachvollziehbare regionale Ware aus der heimischen Landwirtschaft beziehen können“, so Fleiga-Vorstand Dieter Vogel.

In Ulm gibt es den Schlachtbetrieb Ulmer Fleisch GmbH. Dieser gehört zur Müller-Gruppe mit Standorten in Birkenfeld, Bayreuth, Ulm sowie einer Betriebsstätte in Ingolstadt. Die Schweineschlachtung der Ulmer Fleisch GmbH wie auch der Müller Fleisch GmbH erfolgt seit 2009 durch die gemeinsame Tochtergesellschaft Süddeutsches Schweinefleischzentrum Ulm Donautal GmbH (SFZU) am Standort Ulm. Dort wurden im Geschäftsjahr 2018/2019 rund 1,73 Millionen Schweine geschlachtet. Einen relativ kleinen Anteil daran hatten die vor allem für die Ulmer Schlachtgemeinschaft durchgeführten Lohnschlachtungen für Metzgereibetriebe mit 16 657 Schweinen.

Dort wurden im Geschäftsjahr 2018/2019 rund 1,73 Millionen Schweine geschlachtet – verglichen mit Tönnies ein Kleinbetrieb: Dort wurden etwa 2016 16,2 Millionen Schweine geschlachtet.

Elf Betriebe im Kreis Heidenheim schlachten selbst Warum zum Metzgerstolz die eigene Schlachtung gehört

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