Bei einer Verfolgung mit der Polizei kam es auf der A7 in der Nacht auf Mittwoch zu einem schweren Unfall, in den ein Pkw und ein Streifenwagen verwickelt waren. Zuvor war es an der Raststätte Seligweiler zu einem Zwischenfall gekommen.

Gegen 0.15 Uhr meldete ein Zeuge bei der Polizei einen unliebsamen Gast auf dem Gelände der dortigen Tankstelle. Dieser hatte dort ein Hausverbot und hielt sich dessen ungeachtet auf dem Gelände auf.

Eine Polizeistreife fuhr an. Nach einem erneuten Anruf eines Zeugen sei der Mann in sein Auto gestiegen und weggefahren, so die Polizei. Der Fahrer solle mutmaßlich alkoholisiert gewesen sein. Eine Polizeistreife entdeckte anschließend den VW, der in Richtung Langenau unterwegs war. Mittels Blaulicht und Anhaltesignal versuchten die Beamten, das Fahrzeug stoppen. Die Anhaltesignale ignorierte der Fahrer jedoch und fuhr mit erhöhter Geschwindigkeit weiter.

Im Bereich der Anschlussstelle Langenau ignorierte er zudem eine rote Ampel und fuhr auf die A7 in Richtung Würzburg auf. Dort beschleunigte er sein Auto stark und fuhr laut Polizei mit hoher Geschwindigkeit weiter. Von der Rastanlage Lonetal Ost aus kam eine weitere Streife dazu und beschleunigte mit eingeschaltetem Sondersignal auf die Autobahn. Kurz darauf setzte sich die Streife vor den Flüchtenden. Dieser fuhr daraufhin mit seinem VW dem stark beschleunigenden Streifenwagen ungebremst in das Heck.

Bei dem Unfall erlitt der 49-jährige Unfallverursacher schwere Verletzungen. Die beiden Polizisten im verunfallten Streifenwagen erlitten leichte Verletzungen. Der Rettungsdienst brachte sie in Krankenhäuser.

Die beiden Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit. Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa 80.000 Euro. Dem 49-Jährigen wurde eine Blutprobe entnommen. Diese soll nun klären, ob er alkoholisiert war oder nicht. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt.

Für die Dauer des Einsatzes war die Autobahn an der Unfallstelle bis etwa 2 Uhr in Richtung Würzburg komplett gesperrt. Der Verkehr wurde örtlich umgeleitet.