Giengen / Nadine Rau/pm Unbekannte Vandalen verursachten in blinder Zerstörungswut einen Sachschaden in Höhe von 5000 Euro.

Für Spaziergänger ist der Heribert-Beutel-Weg hinauf auf den Schießberg mit informativen Stelen über die dortige Natur an der Seite eine beliebte Strecke. Von Anfang März an bis zum vergangenen Sonntag war dieser Weg aber auch ein Ziel von Vandalen. Sie zerstörten am Weg einen Handlauf aus Holz, die Glasplatten der Infostelen sowie einen jungen Baum.

Oben angekommen sägten die unbekannten Täter eine etwa zehn Jahre alte Linde um. Und damit nicht genug: An einer Bank, wie es auf dem Schießberg schon mehrmals vorgekommen ist, traten sie eine Latte kaputt. Eine weitere Bank beschädigten sie mit Schnitzereien.

Michael Fedchenheuer, Sachgebietsleiter für Grünflächen und Friedhöfe im Tiefbauamt, und Baum-Kontrolleur Mathias Graf von der Stadtgärtnerei haben sich den Schaden angesehen und können darüber nur den Kopf schütteln. Unverständlich sei die Motivation der Täter, einfach so Bäume abzusägen.

„Am Tanzkreis haben sie bei größeren Bäumen ebenfalls mit einem Beil oder so etwas angefangen, hineinzuschlagen. Zum Glück waren ihnen die Stämme zu dick oder die Täter sind gestört worden“, erklärt Fedchenheuer. Zumindest diese Bäume könne man deshalb noch retten. „Ein gesunder Baum hält das noch aus“, weiß Graf. Die Stadt werde Anzeige erstatten, so Fedchenheuer.

Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 5000 Euro. Sie hat Spuren gesichert und hofft nun auf Zeugenhinweise. Ob tatsächlich alles von denselben Unbekannten zerstört worden ist oder nicht, steht nicht fest.

Falls jemand etwas Verdächtiges beobachtet hat, das für die Ermittlungen hilfreich sein könnte, kann er sich unter Tel. 07322.96530 melden.