Die Dorfmitte in Burgberg soll attraktiver werden. Dazu fand jetzt eine Bürgerwerkstatt in der Maria-von-Linden Halle statt. Ihr vorausgegangen waren ein Bürgerdialog 2018, ein Workshop mit Vertretern der Kirche und der Vereine 2019 sowie einer Bürgerschaftsumfrage 2021. Konsens daraus war, das „Alte Rathaus“ und das „Alte Bürgermeister-Haus“ 2022 abzubrechen, um einer neuen Gestaltungsmöglichkeit Raum zu geben und das „Rote Schulhaus“ eventuell zu sanieren. Die Gesamtfläche zur Neugestaltung (inklusive „Rotes Schulhaus“) beträgt 2150 Quadratmeter.

30 Personen aud Bürgerschaft und Gemeinderat waren der der Einladung des Stadtplanungsamts zu dieser Bürgerwerkstatt gefolgt. Oberbürgermeister Dieter Henle bedankte sich über die teilnahme: „Denn was heißt das? Es heißt, dass Sie Ihre Dorfmitte mitgestalten möchten, dass Sie Ihre Ideen in den Entwurf einbringen möchten, über den unser Gemeinderat am Ende entscheidet.“

Effektive Diskussion

Danach übernahm Bürgerbeteiligungsexpertin Claudia Peschen und initiierte zunächst eine Fragerunde. In der anschließenden Arbeitsphase sollten die Teilnehmenden in zwei Gruppen Ihre Vorschläge und Ideen für die Gestaltung der freiwerdenden Flächen und der zukünftigen Nutzung des „Roten Schulhauses“ einbringen. Einschränkungen wurden vorab bewusst nicht gemacht – in beiden Gruppen schlossen sich rege Diskussionen verschiedenster Ideen und Anregungen an.

Bezüglich des „Roten Schulhauses“ waren sich beide Gruppen einig, es als identitätsstiftendes Gebäude erhalten zu wollen. Die Sanierung solle Räume für flexible Nutzungsmöglichkeiten schaffen, sowohl zu Vereinszwecken als auch für kleinere Veranstaltungen. Einige Teilnehmende konnten sich zudem eine kleine Gastronomie als Anlaufpunkt und Begegnungsstätte für die Bevölkerung von Burgberg vorstellen. Im Hinblick auf die durch die Abbruchmaßnahmen entstehende Freifläche sprachen sich viele Teilnehmende für multifunktionale Flächen und eine Entschärfung der Engstelle in der Schulstraße aus. Die Anregung mehrerer Personen, einen Dorfplatz mit Brunnen, Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten zu schaffen, fand in der Diskussion großen Zuspruch.

Hohe Identifikation angestrebt

Laut OB henle werde man auf diesen Termin zufrieden zurückblicken: „Weil er gute Ergebnisse gebracht hat und weil er von einem fairen, freundschaftlichen Miteinander geprägt war.“ Ziel des Bürgerbeteiligungsprozesses ist es, das bestmögliche Ergebnis für die Neugestaltung der Dorfmitte von Burgberg zu erreichen – auch vor dem Hintergrund, dass die Mehrheit der Bürgerschaft es trägt und sich damit identifiziert.

Nächster Schritt ist die Zusammenfassung und Auswertung der Ergebnisse. Sie werden – wie bei den Bürgerdialogen üblich – zusammen mit einem Protokoll der Veranstaltung noch vor der Sommerpause auf der Homepage der Stadt veröffentlicht. Geplant ist zudem, per Online-Abfrage in der Bürgerschaft mögliche Varianten zu priorisieren, um so die Identifikation mit der am Ende favorisierten Lösung weiter zu untermauern. Über die Version, welche die größte Zustimmung erfährt, soll nach einer Machbarkeitsprüfung der Gemeinderat entscheiden.