Giengen / Dieter Reichl Bei der Urlaubsmesse in Stuttgart präsentiert sich Giengen wieder mit seinen touristischen Attraktionen. Die Angebote sollen gemäß dem „Strategiepapier Tourismus“ weiterentwickelt werden.

Wer schon mal auf der Urlaubsmesse CMT war und den Stand des Schwäbische Alb Tourismus sucht, findet diesen auch diesmal wieder an gewohnter Stelle in Halle 6. Giengen ist auf der Messe zusammen mit allen Städten und Gemeinden des Landkreises als Heidenheimer Brenzregion vertreten. Unter dem Dach der Schwäbischen Alb nutzt die Stadt die Gelegenheit, ihre touristischen Highlights zu präsentieren. Wie weitere Bürgermeister des Landkreises besuchte gestern auch Oberbürgermeister Dieter Henle den Messestand, der wie in den Vorjahren von einem kleinen Team der Stadt betreut wird, unter finanzieller wie personeller Unterstützung durch den Höhlenverein.

Über 40 000 Übernachtungen

Mit der touristischen Entwicklung in Giengen zeigt sich Henle zufrieden. Ein Kennzeichen für ihn sind hierbei die steigenden Übernachtungszahlen. Im Gegensatz zum Landkreis insgesamt, wo zuletzt eine kleine Delle zu verzeichnen war, kletterten sie in Giengen 2017 erstmals auf mehr als 40 000. Die endgültigen Zahlen für 2018 liegen noch nicht vor, es ist aber von einer weiteren Steigerung auszugehen, nachdem laut Henle bereits im vergangenen Oktober die Übernachtungszahlen bei über 40 000 lagen.

Natürlich seien die Zahlen stark von Geschäftsreisenden geprägt. Allerdings, so Henle, würden die Hoteliers immer wieder bestätigen, dass an Wochenenden und in Ferienzeiten zunehmend touristische Gäste kommen. Deutlich ausbaufähig wären die Übernachtungszahlen für den OB durch neue Angebote wie etwa einem Jugend- und Familiengästehaus. Schwerpunkt der Präsentation Giengens auf der CMT bildet wie in den Vorjahren die Höhlenerlebniswelt in Hürben in Verbindung mit dem Steiff Museum in Giengen. Informiert wird natürlich auch über die weiteren Attraktionen wie der Alten Mühle in Burgberg und die dortige Naherholungsanlage oder das Jakobswegle. Die Teilnahme an der Messe ist laut Henle auf jeden Fall sinnvoll: die Stadt profitiere nach der Präsenz auf der CMT messbar durch Gruppenbuchungen und Anfragen bei der Tourist-Info.

„Strategiepapier Tourismus“ als Grundlage

Die touristische Weiterentwicklung Giengens soll gemäß dem im Dezember vom Gemeinderat verabschiedeten „Strategiepapier Tourismus“ erfolgen, das wiederum die Strategie des Landkreises ergänzt. Auf dem bislang Erreichten soll aufgebaut und die Innenstadt mit einbezogen werden – dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass von touristischen Entwicklungen nicht nur Besucher und Gäste, sondern auch die Einheimischen profitieren sollen. In Vorbereitungen speziell hierzu sind ein Spielplatz in der Innenstadt sowie weitere Kinderattraktionen dort.

Wichtige Projekte für 2019 sind laut Henle zunächst ein zentral gelegener Wohnmobilstellplatz und das Gutachten zum angedachten Jugend– und Familiengästehaus. Mit klarem Profil soll damit die Attraktivität der Stadt vor allem für auswärtige Familien weiter gesteigert werden.