Nicht nur ihren vier Enkeln hat Heidrun Lohrum das Element Wasser und die Fortbewegung darin nähergebracht. Vielmehr hat sie, und das ist sicher keine Übertreibung, halb Giengen das Schwimmen beigebracht, sei es im Hallenbad oder auf dem Schießberg, in der Freizeit wie von Berufs wegen. Vor einigen Tagen ist Heidrun Lohrum gestorben, kurz vor ihrem 79. Geburtstag.

Im Rückblick lässt sich sicherlich eines feststellen: Heidrun Lohrum war ein Garant für Beständigkeit, halbe Sachen gab es nicht: Unzähligen Kindern hat sie zum Seepferdchen und anderen Auszeichnungen, die mit Schwimmen in Verbindung stehen, verholfen, hat mehr als zwei Jahrzehnte Menschen beigebracht, im Becken zu joggen, hat über viele Jahre Schwimmwettkämpfe im Bergbad organisiert, ihre Schwimmer der TSG trainiert und begleitet, war auch im Schwimmverband Württemberg aktiv und war 36 Jahre lang Schwimmlehrerein an der Bergschule. Das alles wird jedoch getoppt von ihrem unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz für die TSG-Schwimmabteilung als Funktionärin: Mehr als vier Jahrzehnte, von 1973 bis 2014 war sie Vorsitzende der Sparte und hat dabei Erfolgsgeschichte geschrieben. Darüber hinaus war sie im Hauptverein Jugendleiterin (1976 bis 1996), stellvertretende Vorsitzende (1996 bis 2002) und seit 2012 Mitglied des TSG-Ehrenrates.

Die zweifache Mutter und vierfache Großmutter hat bei all diesem Einsatz im Sinne des Sports Zeit gefunden, sich aktiv im CDU-Stadtverband einzubringen oder die Partnerschaft mit Freunden in Pré St. Gervais, wo sie sehr früh dabei war, und Zeulenroda zu pflegen. Vor so viel Engagement kann man auch posthum nur den Hut ziehen.