Giengen / rei Zum 20. Mal prägten am Wochenende Oldtimer auf zwei und mehr Rädern das Bild der Stadt. Der Oldtimer-Club will für diese Großveranstaltung den zweijährigen Rhythmus beibehalten.

Richtig schwere Arbeit hatte der Votrsitzende des Oldtimer-Clubs Giengen am Sonntag Vormittag am Mikrophon zu verrichten. Er nämlich schickte bei hochsommerlichem Kaiserwetter die Teilnehmer der 20. Teddybär-Rallye auf die Strecke, nannte Details zu den jeweiligen Fahrzeugen, und da es insgesamt 214 waren, hatte er auch einiges zu tun.

Zuvor hatte als Stellvertreterin des urlaubenden Oberbürgermeister die CDU-Fraktionsvorsitzende Elisabeth Diemer-Bosch die Teilnehmer und Besucher begrüßt, die an diesem Wochenende Giengen zum „Mekka der Oldtimerfreunde“ machten. Seitens der Firma Steiff begrüßte Museumsleiterin Simone Pürckhauer die Teilnehmer. Wie vor zwei Jahren sorgte das Firmengelände des Plüschtierherstellers für das besondere Ambiente und den idealen Startpunkt der Veranstaltung, wofür sich Vereinsvorsitzender Schmid ausdrücklich bedankte. Die Firma Steiff stiftet zudem die Pokalbären der Veranstaltung. Auch betonte Schmid, dass ohne die Mitwirkung der rund 25 Helfer aus dem Verein die Organisation einer solchen Rallye unmöglich wäre.

Blank polierte Schönheiten

Das Hauptinteresse galt natürlich den betagten Fahrzeugen, von denen einige blankpolierte Schönheiten zu bewundern waren. Ins Auge stachen Raritäten wie ein seltener Berliet, Baujahr 1912, ein Ford Thunderbird oder eine Kälble-Zugmaschine zwischen all den rassigen Sportwagen von Porsche, Mercedes und BMW. Ergänzt wurde dieser Reigen der edlen Exoten durch nicht weniger schöne und selten gewordene „Brot-und-Butter-Autos“ wie VW Käfer, Opel Rekord und Ford Taunus, neben zahlreichen Zweirädern von Horex, NSU und DKW. Alle hatten die rund 100 Kilometer lange Strecke über die Gerstetter Alb zu absolvieren, wo es an Prüfstellen Fragen zur Umgebung zu beantworten galt..

Auch das Fahrerfeld hatte einige Originale zu bieten. Die weiteste Anreise hatte ein Autofahrer aus Laer bei Bochum mit 624 Kilometern, der älteste Teilnehmer - mit Motorrad - war 85 Jahre alt. Eine Teilnehmerin hatte ihren alten Peugeot in jahrelanger Arbeit selbst restauriert - „Unter Frauen eine Seltenheit“, sagte Vorsitzender Schmid. Und der eine oder andere Teilnehmer war tatsächlich bereits bei allen 20 Rallyes mit dabei. Und die nächste kommt bestimmt.

Youtube Teddybär-Rallye in Giengen