Giengen / Mathias Ostertag Im erst zweiten Jahr ging die Aktion Sternenkässle über die Bühne – und kann im Vergleich zum Vorjahr gleich eine beachtliche Steigerung der Spendensumme auf mehr als 20 000 Euro verzeichnen.

Simone Henle, Schirmherrin der lokalen Giengener Charity-Aktion, konnte ihren Stolz über die beachtliche Spendensumme nicht verbergen. Immer wieder betonte die Ehefrau von Oberbürgermeister Dieter Henle, wie glücklich sie sei über die unerwartet hohe Spendenbereitschaft der Giengener bei der gerade erst zweiten Auflage der Aktion Sternenkässle. „Wir haben eine beachtliche Summe zusammenbekommen, eine deutliche Steigerung zum Vorjahr“, so Simone Henle.

Tatsächlich beläuft sich die Gesamtsumme der bis Mitte Dezember eingegangenen Spendengelder auf exakt 20 227,03 Euro. Zum Vergleich: Schon bei der erfolgreichen Premiere im Vorjahr kamen mehr als 13 500 Euro an Spenden zusammen, damals erhielten die drei vorgeschlagenen Projekte Gelder zwischen rund 4000 und fast 6500 Euro.

Mehr als 6500 Euro für jedes Projekt

Letztere Einzelsumme wurde in diesem Jahr sogar von allen drei vorgeschlagenen Projekten übertroffen. Zuvor konnte über die Sommermonate über fünf von Bürgern vorgeschlagene Projekte abgestimmt werden, am Ende blieben drei übrig, für die nun in den vergangenen Wochen fleißig gespendet werden konnte. Die größte Spendensumme erhielt dabei in diesem Jahr auch jenes Projekt, das schon in der Abstimmung vorne gelegen hat: „Freizeit in der Südstadt gemeinsam erleben“, vorgeschlagen von Lucas Kluge und Annika Arndt von der TSG Giengen bzw. der Bühlschule, will sich der vielseitigen Umgestaltung des hinteren Teils des Bühlsportplatzes widmen. Deshalb wollen die beiden dort neben einem Beachvolleyball-Feld und Spielgeräten auch Sitzplätze schaffen, um „allen Altersgruppen etwas bieten zu können“, so Kluge. Dafür steht den beiden nun ein Betrag von 7372,34 Euro zur Verfügung.

Beachtliche 6782,34 Euro wurden für das Projekt „Schlau und couragiert – Gewalt verliert!“ gespendet. Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) will mit dem Geld im Rahmen der offenen Jugendarbeit nicht nur kostenlose Sportgruppen und Tanz anbieten, sondern das Programm ausbauen. „Integration durch Sport ist unser Ziel. Und da der Zuwachs an Kindern immer größer wird, können wir das Geld gut gebrauchen“, so Christine Schulten, Projektverantwortliche bei der Awo.

Ein Park für Jung und Alt

Mit einem Betrag von 6574,34 Euro kann ab sofort auch Stefanie Rehm planen. Die Mutter von drei Kindern hat einen „Park zur Begegnung für Alt und Jung“ als Spendenprojekt vorgeschlagen. Konkret meint sie die Parkanlage hinter dem Paul-Gerhardt-Stift in der Nähe des Läutenbergs. Die Anlage sei doch sehr in die Jahre gekommen, nun wolle man sie wieder beleben. Durch Spielgeräte, eine Bepflanzung, die Inbetriebnahme des vorhandenen Brunnens und Wasserspielmöglichkeiten könne man den Park zu einem attraktiven Treffpunkt für Alt und Jung machen, so Rehm. „Dieses Beispiel zeigt besonders, dass man jemanden braucht, der sich drum kümmert. Und dann kommen die Mitstreiter dazu“, so die Schirmherrin Simone Henle.

Vor der Scheckübergabe wurden noch die Gewinner der Preise des Sterne-Schätzspiels beim Steiff-Adventsmarkt ermittelt. Die von verschiedenen Sponsoren gestifteten Preise konnte derjenige gewinnen, der das richtige Gewicht von 759 Gramm bestimmte. Die Gewinner werden in den kommenden Wochen benachrichtigt.

2020 gibt’s die Fortsetzung

Schon jetzt steht fest, dass die Aktion Sternenkässle auch im kommenden Jahr fortgesetzt wird.

Schirmherrin Simone Henle kündigte im Rahmen der feierlichen Scheckübergabe im Sitzungssaal des Rathauses an, dass auch beim nächsten Mal wieder die Bürger am Zug seien und Projekte vorschlagen könnten.

Ab Sommer 2020 stehen die Projekte wieder zur Abstimmung, ab Herbst kann für die drei besten gespendet werden, bevor kurz vor Weihnachten die Spendensummen verkündet werden.