Giengen / Dieter Reichl Nach der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde am Stadtfestwochenende in Giengen fliegt kommende Woche eine Delegation zum Gegenbesuch nach San Michele auf Sizilien.

Noch gut in Erinnerung ist das vergangene Stadtfestwochenende von Ende Juli auch deshalb, weil dort der offizielle Festakt zur Besiegelung der neuen italienisch-deutschen Städtepartnerschaft stattfand, die zwischen San Michele auf Sizilien und Giengen. In herzlicher Atmosphäre unterzeichneten Giovanni Petta, Bürgermeister von San Michele, und Oberbürgermeister Dieter Henle die Freundschaftsurkunde in der Walter-Schmid-Halle. Die Herzlichkeit gründete nicht zuletzt darauf, dass zwischen Giengen und der sizilianischen Kleinstadt seit Jahrzehnten enge Beziehungen bestehen, nämlich dadurch, dass ein großer Teil der in Giengen lebenden Italiener selbst oder in nachfolgender Generation tatsächlich von dort stammen.

Jetzt steht der Gegenbesuch in San Michele an, der gemessen am südländischen Temperament womöglich noch herzlicher und bunter ausfällt, als dies in Giengen der Fall war. Mitte nächster Woche macht sich eine rund 30-köpfige Delegation für einen fünftägigen Aufenthalt auf in den Süden, rund 2000 Kilometer entfernt von Giengen. OB Dieter Henle wird begleitet von Stadträten und Vertretern von öffentlichen Einrichtungen und Vereinen. An diesem Wochenende findet im Ort mit Messe und Umzug ein großes kirchliches Fest zu Ehren des örtlichen Schutzheiligen St. Michael statt, wie im Vorjahr wird auch ein Giengener Stand dort aufgebaut, an dem Würstchen gebrutzelt werden. Am Samstag ist der Festakt vorgesehen, an dem auf italienischer Seite die Freundschaft mit Giengen offiziell besiegelt wird.

Die Städetfreundschaft ist nicht zuletzt OB Henle ein Anliegen. „Beim Festakt in Giengen standen italienischen Bürgern Tränen in den Augen. Das zeigt, dass es richtig ist, diese Partnerschaft zu haben. Wir sind jetzt ein Quintett, mit Köflach, Le Pré St. Gervais und Zeulenroda. Die globale Politik hat ihren Stellenwert, vor Ort können wir aber die Dinge mitprägen“, sagte er.