Giengen / tog Kindertagesstätten dürfen ab 29. Juni wieder komplett öffnen. Wie die Stadt Giengen den Regelbetrieb unter Pandemie-Bedingungen managen möchte.

Positiv reagierte die Stadt Giengen auf die Nachricht, dass das Land Baden-Württemberg die komplette Öffnung der Kindertageseinrichtungen unter Pandemiebedingungen zum 29. Juni erlaubt. „Wir sind froh, dass sich ab Ende Juni wieder alle Eltern mit Kita-Kindern auf die vollumfängliche Betreuung in Giengen verlassen können“, kommentierte Oberbürgermeister Dieter Henle die Entscheidung.

Für zahlreiche Eltern sei die Zeit seit Mitte März sehr schwierig gewesen. „Wir haben daher in den Einrichtungen angeregt, Schließtage nun möglichst auf ein Minimum zu reduzieren“, sagte Henle. Grundlage dafür ist die Erlaubnis, den Mindestpersonalschlüssel bis zum Ende des Kindergartenjahres 2020/21 um bis zu 20 Prozent zu unterschreiten.

Zudem besteht die Möglichkeit, ergänzend zu den Fachkräften aus dem „Bundesprogramm Sprachkitas“ und andere geeignete Personen ergänzend zur Betreuung einzusetzen. „Diese Möglichkeit könnte uns auch helfen, das teilweise Fehlen von Betreuungskräften aus Risikogruppen auszugleichen“, so Franziska Radinger, Amtsleiterin Bildung und Soziales. „Um das Infektionsrisiko für Kinder und Beschäftigte gering zu halten, werden die Kinder möglichst in festen Gruppen betreut, die sich weder im Haus noch im Außenbereich mischen sollen.“

Bis zum 29. Juni Termin erarbeiten nun sämtliche Einrichtungen ein individuelles Hygienekonzept auf Grundlage der entsprechenden Schutzhinweise aus. Neuaufnahmen können wie geplant stattfinden, die Abstandsregelung unter Kindern wurde gestrichen. Erwachsene, also pädagogisches Personal und Eltern, halten nach wie vor 1,5 Meter Abstand.

Einige Einrichtungen möchten Betreuungsformen und Öffnungszeiten fachkräftebedingt etwas anpassen und treten diesbezüglich mit den Eltern in Kontakt. Neu ist zudem, dass sowohl Eltern als auch Beschäftigte schriftlich erklären müssen, dass sie symptomfrei sind. Das Formblatt ist auch auf der städtischen Homepage erhältlich.

Sollten Eltern die Regelung nicht einhalten, ist die Einrichtung berechtigt, das Kind von der weiteren Betreuung auszuschließen. Bis zum 29. Juni ist es weiterhin möglich, Notbetreuung in Anspruch zu nehmen. Eine Überschreitung der 50-Prozent-Regelung ist in der Übergangszeit in Einzelfällen möglich.

„Nachdem die Betreuung ab Juli wieder in vollem Umfang gewährleistet ist, gelten dann auch wieder die regulären Elternbeiträge“, kündigte der OB Henle an. „Wir haben zahlreiche positive Rückmeldungen von Eltern für den Wegfall oder die starke Reduzierung der Beiträge in den vergangenen Wochen erhalten. Dafür bedanken wir uns herzlich. Ein großes Dankeschön geht auch an die pädagogischen Fachkräfte in den Kitas, die sich trotz der Corona-Belastung flexibel für die Notbetreuung und den langsamen Wiederaufbau des Betreuungsangebots eingesetzt haben!“

Ab dem 29. Juni können alle Grundschulkinder in Baden-Württemberg den Unterricht wieder regelmäßig besuchen – unter Auflagen.

Weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg: Ab Montag, 29. Juni, sollen alle Kinder wieder regelmäßig ihre Kitas und die Kindertagespflege besuchen können – unter Auflagen.