Giengen / moh Tennis ja, aber einfach drauflos kicken? Geht (noch) nicht. Dafür öffnet eine andere Anlage im Wald.

Seit Montag erlaubt das Land kontaktlosen Sport im Freien. „Wir freuen uns darüber, setzen in Giengen die Landesvorgaben allerdings Schritt für Schritt um“, erläuterte OB Dieter Henle. „Damit werden wir auch den Vereinen gerecht: Sicherheit geht vor.“ Es könne daher sein, dass einzelne Vereine nach eigener Konzeption betont vorsichtig starten – verbunden mit einer entsprechenden Umsetzung durch die Übungsleiter.

Für alle Sportler, so der OB, gelte es unter anderem, den nötigen Abstand einzuhalten. Das Training von Sport- und Spielsituationen, die einen direkten körperlichen Kontakt erfordern oder ermöglichen, sei untersagt. Trainings- und Übungseinheiten dürften ausschließlich individuell oder in Gruppen von maximal fünf Personen erfolgen. Bei großen Trainingsflächen sei je 1000 Quadratmeter eine Trainingsgruppe von maximal fünf Personen zulässig. Gemeinsam benutzte Sport- und Trainingsgeräte müssten nach der Benutzung gereinigt und desinfiziert werden. Das Umziehen und Duschen müsse zu Hause erfolgen. Teilnehmer und Übungsleiter müssten dokumentiert werden, das erleichtere das mögliche Nachvollziehen von Infektionsketten.

Im Detail sei Tennis im Einzel erlaubt, auch der Trimm-Dich-Pfad am Kirnberg werde unter Einhaltung von Regeln geöffnet.

„Bolzplätze können leider noch nicht geöffnet werden, da die Nachverfolgung von Infektionsketten schwierig wird“, so Henle. Fußballmannschaften könnten individuell und in Kleingruppen trainiert werden: in Form von Konditions- oder Koordinationstraining mit verschiedenen Stationen über das Spielfeld verteilt oder Technik- und Torschussübungen.

Derzeit seien Sport- und Trainingsangebote in Sporthallen und anderen geschlossenen Räumlichkeiten noch nicht zulässig. „Wir hoffen, dass dies unter Voraussetzung eines niedrigen Infektionszahlenniveaus und der Einhaltung sämtlicher Hygiene- und Schutzmaßnahmen bald wieder möglich ist“, so das Stadtoberhaupt.

Die Corona-Krise hat dem Angebot des Steinheimer Vereins Flüchtlingshilfe, der hier Arbeitsmöglichkeiten eingerichtet hatte, das Genick gebrochen. Eine letzte Hoffnung gibt es allerdings noch: