Giengen / Dieter Reichl Rund 6000 Zuhörer kamen zu den acht Konzerten in die untere Marktstraße. Am Donnerstag war Schluss, nächstes Jahr soll’s weitergehen.

Am Donnerstag kurz vor 22 Uhr erklangen die letzten Akkorde, dann war auch die diesjährige Reihe der Sommerkonzerte „Halb Acht – In Giengen spielt die Musik“ zu Ende. Das Finale spielte die Gruppe „Funk that Soul“, die, wie der Name schon sagt, der Musikrichtung Funk alle Ehre machte und den Open-Air-Veranstaltungen in der unteren Marktstraße vor rund 600 Zuhörern ein gelungenes Ende setzte (siehe auch Seite 18).

Achtmal war in den vergangenen gut zwei Monaten auf unterschiedlichste Weise musiziert worden, mal eher ruhig, mal eher rockig. Worauf aber an jedem der Abende Verlass war, war das Publikum, das in großer Zahl kam und sich bereitwillig auf die verschiedensten musikalischen Erlebnisse einließ. So zahlreich kam es an den acht Abenden, dass laut Andreas Salemi vom städtischen Kulturamt die Besucherzahl des Vorjahres doch um einiges übertroffen wurde.

Rund 6000 Besucher

Weil keine Eintrittskarten verkauft werden – die gesamte Reihe läuft bei freiem Eintritt – ist zwar eine ganz genaue Zählung nicht möglich, dennoch schätze man ziemlich akkurat, so Salemi: Gut 6000 Zuhörer sind demnach zu den acht Konzerten gekommen. Im Schnitt seien es rund 700 Besucher gewesen, nach einem verregneten Nachmittag kamen abends dennoch um die 300. Und die meisten, etwa 1000, wurden beim Konzert der Bryan-Adams-Coverband gezählt. Die Zuschauer, die wegen der Musik kommen, sind dann zumeist weiter vorn in Richtung Bühne zu finden, viele schätzen neben der musikalischen Unterhaltung aber nicht weniger die Geselligkeit und das Treffen mit Freunden.

Die Besucher werden auch in Stichproben befragt, woher sie denn kommen. Demnach war etwa die Hälfte aus Giengen, die andere Hälfte aus den Ortschaften drum herum, aus Heidenheim und aus der bayerischen Nachbarschaft.

Kein Konzert doppelt

In den nunmehr fünf Jahren, seit es die Reihe gibt, musste von den bislang 40 Konzerten keines abgesagt werden, das Wetter hat praktisch immer perfekt mitgespielt. So auch in diesem im Vergleich zum Vorjahr eher durchwachsenen Sommer. Auch das für Salemi ein wesentlicher Punkt für die Beliebtheit der Veranstaltung. Und: bei den bislang 40 Bands hat bislang keine zweimal gespielt.

Unter den Bands hat sich die Veranstaltungsreihe unterdessen rumgesprochen, laut Salemi liegen bereits fürs nächste Jahr Bewerbungen vor. Wer schließlich einen Auftritt haben wird, darüber berät ein Trio im Kulturamt. Geachtet wird auf eine bunte Mischung an Musikstilen, darauf, dass nicht nur Coverbands spielen, und eine lokale Note soll auch gesetzt werden wie diesen Sommer mit „Blood Orange“. Man achte darauf, dass Bands spielen, die in der Region noch nicht allzu bekannt sind. Es habe sich gezeigt, dass sich die Zuhörer praktisch auf alles einlassen und auch gern kommen, wenn die Musikrichtung nicht unbedingt ihrem Geschmack entspricht.

Auch die Bewirtung habe funktioniert – aus einem Fundus von rund 15 Vereinen werden jedes Jahr acht ausgewählt, sodass jeder etwa alle zwei Jahre drankommt. Damit die Zeitabstände nicht noch größer werden, will man diesen Kreis nicht weiter ausweiten.

Fortsetzung soll folgen

Dass es im kommenden Jahr eine Fortsetzung der Reihe gibt, davon geht Salemi aus, auch wenn dafür im Herbst wieder ein Beschluss des Gemeinderats notwendig ist. Da aber bereits in der Vergangenheit auch unter den Stadträten die Begeisterung über Halb Acht groß war, dürfte es sich nur um eine Formalität handeln. Sollte dies so kommen, wird das erste Konzert im nächsten Sommer am 25. Juni über die Bühne gehen. Veranstaltungsort wird wieder die untere Marktstraße sein, weil ja speziell eine Belebung des Stadtzentrums gewünscht ist, und weil kommendes Jahr in der oberen Marktstraße Bauarbeiten zur Umgestaltung des Rathausplatzes erfolgen werden. Salemi findet den jetzigen Platz durchaus geeignet, wenngleich er ein bisschen eng ist. „Aber besser so als zu weitläufig“, sagt er. Und nachdem man zuletzt nicht ganz zufrieden war mit dem Sound, habe man auch in die Lautsprecheranlage investiert, sodass es auch hierbei Verbesserungen gab.