Das Schülerferienprogramm der Stadt Giengen erfreut sich steigender Beliebtheit. Rund 180 Kinder im Alter zwischen sechs und 15 Jahren hatten in den vergangenen sechs Wochen ihren Spaß bei Tagesausflügen, sportlichen Aktivitäten oder Bastelangeboten.

54 Programmpunkte

Das seien rund 20 Prozent mehr Teilnehmer als im vergangenen Jahr, zeigte sich Oberbürgermeister Dieter Henle am Freitag beim Abschlussfest auf dem Hof des Hauses der Jugend erfreut. 54 Programmpunkte standen zur Auswahl, die Veranstaltungen liefen unfallfrei und ohne nennenswerte Pannen ab.

Auch die Kinderbetreuung, die zusätzlich in den letzten beiden Ferienwochen täglich zwischen 7.30 Uhr und 14.15 Uhr angeboten wurde, hatte mit 15 Kindern einen deutlich größeren Zulauf als zuletzt. In den vorausgegangenen beiden Corona-Jahren waren es jeweils nur halb so viele Kinder. Mit dieser Betreuungsform im Haus der Jugend sollen Eltern entlastet werden, die während dieser Zeit in den Schulferien keine Möglichkeit haben, ihre Kinder zu beaufsichtigen. Gedacht ist die Betreuung für Sechs- bis Zehnjährige.

Auch Stadtjugendreferent Marc Gerlach und sein Team zeigten sich erfreut über die positive Entwicklung der Teilnehmerzahlen. Möglicherweise hänge der Trend auch damit zusammen, dass in diesen unsicheren Zeiten weniger Urlaub gemacht wird, mutmaßte Gerlach.

Drittes Programm für Gerlach

Der Sozialpädagoge, der zum dritten Mal das Ferienprogramm leitete, war auch froh, dass es in diesem Jahr durch den Wegfall von Corona-Auflagen deutlich entspannter zuging als zuletzt. Zwar hatte man Ende April/Anfang Mai, als die Vorbereitungen starteten, die Kinder noch gebeten, Gesichtsmasken mitzubringen. Diese wurden dann aber nicht benötigt.

Gestartet wurde zum Ferienbeginn traditionell mit einer After-School-Party. Am nächsten Tag stand mit der Fahrt ins Erlebnisbad Galaxy nach Erding bereits ein erstes Highlight an. Neben dem eigenen Kleinbus stand dem Betreuerteam dank Unterstützung der Lebenshilfe Heidenheim ein weiterer Mehrsitzer zur Verfügung, so dass die Ausflüge reibungslos ablaufen konnten.

Keine Verletzungen

Froh war OB Henle vor allem auch, dass es keine Verletzungen gab. Gelegentlich habe man mal einen Wespenstich versorgen müssen, nannte Marc Gerlach die einzigen schmerzhaften Vorkommnisse, die aber schnell wieder vergessen waren.

Wie Oberbürgermeister Henle beim Gespräch mit den Kindern und Jugendlichen herausfand, war vor allem der Ausflug in die Trampolinhalle Xtreme Jump in Ulm ein Erlebnis, das bleibende Erinnerungen hinterließ. Besonders gefragt waren aber auch der Besuch der Bavaria-Filmstadt in München, eine Besichtigung der Straußenfarm Lindenhof, ein Ausflug in den Schwabenpark, das Graben nach Fossilien im Urweltsteinbruch Solnhofen sowie die Besichtigung des Stuttgarter Flughafens. Ein Ferientag bei der Schäferei Stegmayer vor Ort in Giengen gehört seit Jahren zu den gern gebuchten Angeboten.

Gutschein für eine Kugel Eis

Viel Spaß hatten die Kinder zudem beim gemeinsamen Basteln im Bastelladen Teichert im Irpfelhaus. Und sportlich betätigen konnte man sich ebenfalls auf vielfältige Weise: etwa in der Boulderhalle oder beim Wasserski- und Kanufahren. Zum Abschluss der Ferienwochen gab es gestern noch eine Stadtrallye, deren Sieger anschließend geehrt wurden. Und damit der anstehende Start ins neue Schuljahr etwas versüßt wird, verteilte der OB auch noch je einen Gutschein für eine Kugel Eis an alle Kinder und Betreuer.

„Schade, dass es schon vorbei ist“, meinte eines der Kinder gegenüber Henle. Der Oberbürgermeister vertröstete aufs nächste Jahr und gab auch offen Auskunft zur Frage einer jungen Teilnehmerin, die wissen wollte, wann Giengens Stadtoberhaupt normalerweise aufstehe: „Zwischen sechs und halb sieben.“

Um diese Zeit wird wohl ab nächster Woche auch für die meisten Schülerinnen und Schüler wieder der Wecker klingeln.

Bewährtes Mitarbeiterteam


Die Leitung des Sommerferienprogramms obliegt Marc Gerlach vom Amt für Bildung und Soziales der Stadt Giengen. Dem Stadtjugendreferenten und Sozialpädagogen steht ein bewährtes Team an Fachkräften zur Seite. Dazu gehören Sozialpädagogin Betül Alay und Erzieherin Vanessa Körber. Unterstützung gab es zudem durch die FSJ-lerinnen Angelina Nini und Emily Gottmann sowie durch Studentin Anna Ott. Froh war man zudem über weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.