Im Alter von 72 Jahren starb am vergangenen Donnerstag der in Giengen lebende Ruhestandspfarrer Hans-Georg Karle an den Folgen einer Corona-Infektion. Der 1948 in Santiago de Chile geborene Geistliche lebte 18 Jahre in dem südamerikanischen Land. Nach seinem Theologie-Studium hatte Karle in Undingen im Kreis Reutlingen seine erste Pfarrstelle, wechselte dann vom Dekanat Reutlingen in das Schorndorfer, wo er bis zu seinem Ruhestand 20 Jahre als Seelsorger in Urbach wirkte. In dem Kirchenbezirk setzte er als Ansprechpartner für das Gustav-Adolf-Werk Akzente und organisierte 2010 eine große Studienreise nach Chile. Höchst ungern ließen 2010 nicht bloß die Urbacher ihren Gemeindehirten in den Ruhestand nach Giengen ziehen. Der Kontakt zum Gustav-Adolf-Werk, das Kontakt zu 40 Partnerkirchen in 30 Ländern unterhält, wurde bis zuletzt gehalten.

Im Ruhestand war Karle im Kirchenbezirk Heidenheim weiter tätig, diente hier und da als Vertreter, wenn eine Pfarrstelle länger unbesetzt war, etwa die in Herbrechtingen, bis der jetzige Pfarrer Michael Rau von Bopfingen an die Brenz gekommen war. Auch in Giengen war Karle stark engagiert, im Zusam-Lädle wie auch in der Vesperkirche gehörte er zum Team. kdk