Giengen / hz Am kommenden Sonntag, 12. Mai, findet in der Stadtkirche Giengen die „44. Giengener Orgelmatinée“ statt.

Giengen. Am kommenden Sonntag, 12. Mai, findet in der Stadtkirche die „44. Giengener Orgelmatinée“ statt. Wegen der vorangehenden Konfirmation wird sich der Beginn des Konzertes auf ungefähr 11.20 Uhr verzögern. An der historischen Link-Orgel von 1906 spielt Kantor Christian Barthen Werke von Mendelssohn Bartholdy, Bach, Mozart und Reger. Der Eintritt ist frei.
Die „Sechs Sonaten op. 65“ von Felix Mendelssohn Bartholdy entstanden in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Auf dem Programm steht die viersätzige 1. Sonate in f-Moll, in ihr verbindet sich das kontrapunktische Denken nach dem Vorbild Bachs mit romantischem Ausdruckswillen.
Johann Sebastian Bach komponierte seine „Sechs Triosonaten für Orgel“ in den Jahren 1727-1732. Mit der 5. Sonate in C-Dur erklingt das umfangreichste und längste Werk dieser Sammlung.
Wolfgang Amadeus Mozart, der die Orgel und das Orgelspielen nachweislich liebte, hinterließ keine Originalkompositionen. Bei der Fantasie f-Moll KV 594 aus dem Jahr 1790/91 handelt es sich um eine dreiteilige Komposition für ein Orgelwerk in einer Uhr, also einen antiken Musikautomaten.

Max Reger schrieb im Januar 1900 in einem Brief an den Verleger A.W. Gottschlag: „Vor allem gedenke ich eine Fantasie und Fuge über BACH zu schreiben für Orgel! Das muss ein Werk größten Stils werden und ich werde mir alle Mühe geben.“ Im Sommer 1900 spielte Karl Straube die Uraufführung in der Willibrordikirche zu Wesel. Das Werk dauert ungefähr 20 Minuten und gehört zu den wichtigsten und bekanntesten Orgelwerken Max Regers. kubi