Giengen / Simon Kohn

Nach einem wettermäßig stark durchwachsenen Frühjahr bliesen die Giengener Segelflieger in den vergangenen drei Wochen verstärkt zum Angriff und erzielten, gestützt auf einen top-aktuellen Flugzeugpark ansprechende Leistungen. Nicht nur die alteingesessenen Piloten, sondern insbesondere auch die Jüngeren unter 25 Jahre erweckten mit ihren Leistungen reichlich Aufmerksamkeit.

Zunächst flog Robin Fetzer mit dem Vereinsflugzeug Arcus bis nach Furth im Wald und legte dabei 510 Kilometer zurück. Am selben Tag flogen Manuel und Rainer Kamitz im Vereinsdoppelsitzer DG-1000 ein Dreieck wie aus dem Bilderbuch rund um Nürnberg und blickten abends auf 401 Kilometer zurück.

An Himmelfahrt Vollgas gegeben

An Himmelfahrt gab es dann kein Halten mehr. Oliver Maaß ließ es im Arcus richtig krachen und flog mit seinem Copiloten Andreas Junginger 525 Kilometer bis in den Nationalpark Bayerischer Wald. Gleichzeitig war der Luft- und Raumfahrttechnikstudent Erik Preissing mit dem Discus rund um Giengen unterwegs und hatte abends 376 Kilometer auf der Habenseite.

Marco Schlenga flog mit einem älteren Flugzeug der Clubklasse starke 338 Kilometer bis Ingolstadt und Reutlingen. Am 1. Juni saßen Schriftführer Bernd Kolb und Jonathan Martin in ihrer privaten ASH-25 und legten bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 91 km/h insgesamt 652 Kilometer zurück.

Besondere Freude kam beim Ausbildungsleiter Andreas Junginger über den Flug von Flugschüler Mikael Duckgeischel Juni auf. Der erste 17-jährige Nachwuchspilot flog im Einsitzer respektable 88 Kilometer. Alle Flüge erfolgten ausschließlich mit der umweltfreundlichen Kraft der Thermik und ohne Einsatz eines Motors.

Die Fliegergruppe Giengen bildet ganzjährig in den Sparten Segelflug, Ultraleicht und Motorflug aus. Der deutschlandweit fast einmalige Flugzeugpark reicht vom Oldtimer über eine Kunstflugmaschine bis hin zum luxuriösen Reiseflugzeug für richtig schlechtes Wetter. Insgesamt verfügt der Verein über 15 top gepflegte Flugzeuge und rund 80 aktive Mitglieder. Simon Kohn