Giengen / Marc Hosinner Bei der Turn- und Sportgemeinde läuft es ganz gut. Probleme bereiten hingegen die Bereiche Geld und Anlagen. Stefan Briel bleibt Vorsitzender.

Die Finanzen sanieren und für Investitionen vorsorgen. Kooperationen vorantreiben, das Kurssystem überarbeiten und weiter zum sozialen Zusammenhalt in der Stadt beitragen: All das und noch mehr hat sich die Turn- und Sportgemeinde Giengen für die nächsten Monate auf die Fahnen geschrieben.

Bei der 158. Hauptversammlung im TSG-Vereinsheim auf dem Schießberg richtete sich der Blick natürlich nicht nur nach vorn, sondern auch zurück. „Wir können viel bieten“, war sich der TSG-Vorsitzende sicher. In der Betrachtung auf 2018 falle auf, dass zwar keine großen Schritte unternommen werden konnten, sondern eher viele kleine. Briel ging beispielsweise auf ein gemeinsames Vorgehen mit der Arbeiterwohlfahrt, der Stadtverwaltung und dem Jobcenter ein, bei dem Asylbewerber ohne hohe Schwellen integriert werden.

Größte Säulen blieben die Abteilungen, aber auch die Kurse beziehungsweise der Breitensport müssten weiter einen hohen Stellenwert genießen. Gefördert werden soll nach Vorstellungen Briels auch der Leistungssport.

Mitgliederzahl stabil

Weiter positiv verlaufe die Entwicklung bei der Kindersportschule. „Das bietet uns die Chance, Kinder schon früh an die TSG zu binden“, so der Vorsitzende, der sich zudem erfreut zeigte, dass die Zahl der beinahe 2500 Mitglieder unterm Strich nicht mal um eine Handvoll abgenommen habe. „Das ist in der heutigen Zeit ein gutes Zeichen“, sagte Briel, der für weitere zwei Jahre der TSG vorsteht. Bei der Wahl (ohne Gegenkandidaten) stimmten nur vier Mitglieder gegen ihn, 79 für ihn.

Großes Manko bleiben die Finanzen. „Es sind keine Investitionen möglich, weil keine Abschreibungen angespart und finanziert werden können“, so Briel, der meinte, man müsse sich Gedanken über eine gesonderte Investitionszulage zum Mitgliedsbeitrag machen.

Auch Finanzvorstand Marc Bartmann mahnte, man brauche Lösungen. Die Anlagen, die dringend saniert beziehungsweise erneuert werden müssten, seien dauerhaft nur schwer zu halten. Gewarnt wurde auch von Kassenprüfer Jochen Wahl: Das dritte Jahr in Folge stehe unterm Strich ein Minus. 2018 hätten 17 000 Euro als Darlehen aufgenommen werden müssen. „Das geht mal eine Zeit, aber nicht unbegrenzt. Wir stehen vor großen Herausforderungen“, so Wahl.

Erste Ergebnisse im Sommer

Hoffnung setzt der Verein in den Sportentwicklungsplan und auf die Zusammenarbeit mit der Kommune. Oberbürgermeister Dieter Henle berichtete in seinem Grußwort darüber, dass beim nach langer Pause wieder in Gang gebrachten Sportentwicklungsplan im Sommer, möglicherweise noch vor den Ferien, erste Ergebnisse präsentiert werden könnten. „Wir werden nicht in allen Bereichen gleich Sprints hinlegen können. Die Frage ist dann natürlich auch, wo wir beginnen“, so Henle. Der Schießberg spiele in den Überlegungen aber eine große Rolle.

Der TSG bescheinigte das Stadtoberhaupt, eine starke Gemeinschaft zu sein, die es gilt, zu unterstützen. „Für das integrative Wirken und das gute Miteinander sage ich Dankeschön“, so Henle.

In weiteren Grußworten durch den SPD-Landtagsabgeordneten Andreas Stoch (nun selbst seit 40 Jahren TSG-Mitglied, Georg Feth in Vertretung des Landrats und dem Sportkreisvorsitzenden Klaus-Dieter Marx wurde dem Verein bescheinigt, vorbildliche Arbeit zu leisten. „Nutzen sie das Pfund ihrer Mitglieder und seien sie mutig“, so der Rat von Marx.

Treue Mitglieder der Turn- und Sportgemeinde Giengen  ausgezeichnet

Im Rahmen der Hauptversammlung wurde eine große Anzahl an Mitgliedern geehrt. Die Ehrennadel in Bronze für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten: Monika Bosch, Anke Gebhardt, Antonia Grötchen, Benedikt Grötchen, Peter Kehl, Rainer Knittel, Irene Kranz, Thomas Kranz, Simona Lindenmaier, Antonio Macias, Raimund Nowak, Renate Nowak, Karl-Heinz Rimpf, Helmut Scherer, Sophia Schmid, Dieter Steier, Martin Steier, Norbert Strybny.

Die Ehrennadel in Silber für 40 Jahre Mitgliedschaft gab es für Armin Herbst, Sybille Herbst, Thomas Jäger, Rolf Kletzander, Elke Kniel-Leder, Jörg Knoblauch, Karl-Heinz König, Margarete Matti, Sabine Renner, Irene Roth, Heidi Sautter, Karin Schiessle, Luise Spagnol, Emmi Stickel, Ernst Stickel, Andreas Stoch, Eva Weiss, Gerhard Widmer, Marlis Widmer und Bertha Wirth.

Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden mit der goldenen Ehrenadel ausgezeichnet: Alexander Siegfried, Marion Arthofer, Christine Baumhauer, Hans Brandt, Ralf Cierpka, Monika Eberhard, Dieter Garlik, Reiner Grässle, Martin Grötchen, Reinhard Guhl, Else Hagstotz, Dietlinde Hanke, Gaby Häußler, Manfred Heidecker, Klaus Höfle, Ingrid Jordan, Renate Kastler, Gisela Langhans, Claudia Lohrum, Heidrun Lohrum, Anneliese Mack, Reiner Mack, Hans-Jürgen Mäding, Roland Missler, Maria Moj, Günter Rieckert, Gerhard Schmid, Bernd Sick, Volker Steinhart, Renate Stracke, Sabine Stutzmann, Johannes Walter und Lutz Wolff.

Die diamantene Ehrennadel für 60 Jahre treue zur TSG erhielten Marianne Bee, Monika Joel, Rolnad Mühlberger, Uta Mühlberger, Inge Ostrowski, Wigand Ostrowski, Helmut Stegmayer und Adolf Wirth.

Für vorbildliche Vereinstätigkeit wurden Taina Mößle, Lea Rathgeber und Alexander Schlotz mit der silbernen und Kurt Heißwolf sowie Jochen Karow mit der goldenen Leistungsnadel ausgezeichnet. moh