Giengen / Marc Hosinner Mehrwert für Touristen und Einheimische: Am Brenzufer geht es bald los mit Einrichtungen, die zur Steigerung der Frequenz im Zentrum beitragen sollen.

Die Tage des mit Infrastruktur eher schwach bestückten Stellplatzes für Wohnmobile auf dem Schießberg neigen sich dem Ende entgegen. Zwischen Brenzufer und Hermaringer Straße gelegen, wird es auf einem 1800 Quadratmeter großen Grundstück einen neuen Platz für Caravan-Lenker und deren Gefährte geben.

Der Plan sieht acht Plätze vor. Wie Kulturamtsleiter Andreas Salemi in der jüngsten Sitzung des zuständigen Gemeinderatsausschusses erklärte, sind sechs Plätze mit fünf auf zehn Metern und zwei Plätze mit sechs auf zwölf Meter vorgesehen.

Realisiert werden soll unter anderem auch eine Versorgungssäule, eine Infotafel sowie ein Fäkalienschacht.

Die Arbeiten, die nun an die Firma Eckle in Langenau für 101.000 Euro vergeben wurden, umfassen das Anlegen des Wohnmobilstellplatzes mit Einbau der Schottertragschicht, Befestigung der Wohnmobilstellplätze mit Betonpflaster, Asphalteinbau im Zufahrtsbereich, die Tiefbauarbeiten für die Verlegung der Ver- und Entsorgungsleitungen (Kanal, Wasser, Strom, Breitband und Beleuchtung) sowie die Fundamente für die Ver- und Entsorgungsstation.

Brenz erlebbarer machen

Losgehen kann es auch nicht weit entfernt vom neuen Wohnmobilstellplatz: Auch die Arbeiten für die Kneipp-Anlage, auf der gegenüberliegenden Brenz-Seite des Skulpturenparks, wurden in der Sitzung in der Schranne vergeben.

Die Firma Zeba aus Wain erhielt den Auftrag für die Tiefbau-, Beton- und landschaftsgärtnerischen Arbeiten in Höhe von knapp 122 000 Euro und die Firma Zipser aus Bartholomä für Lieferung und Installation der Pumpenanlage in Höhe von gut 11 000 Euro.

„Wir wollen durch die Anlage die Brenz erlebbarer machen und ein barrierefreies Angebot schaffen“, so Oberbürgermeister Dieter Henle. Und Tiefbauamtsleiter Alexander Fuchs ist sich sicher: „Das wird eine sehr gelungene Kneipp-Anlage.“

In der Grünanlage an der Bahnhofstraße soll eine Kneipp-Anlage errichtet werden.

Das Kneippbecken wird aus Beton erstellt, das Armbecken ist aus Fertigteilen geplant. Die Becken werden über eine Pumpenanlage mit Wasser aus der Brenz gespeist.

Im Umfeld des Beckens soll ein Barfußpfad mit Feldern aus verschiedenen Bodenbelägen entstehen und zwei Fitnessgeräte aufgestellt werden.

Nach gut zehn Wochen seit dem Baustart ist auf der Baustelle vor dem Giengener Rathaus schon viel Neues entstanden. Bürger befürchten, dass auch das neue Pflaster Stolperfallen mit sich bringt. Die Sorge ist unbegründet. Aus gutem Grund.